Ihr kennt das ja, kaum ist der 31. Oktober, klingeln auch hier in Deutschland die Türschellen heiß. Das bedeutet dann wieder: Trick or Treat - Süßes oder Saures!
Schon in dem Moment könnte man die Kids ins Grab wünschen. So sehr hat sich das Popmoderne Fest aus den USA sich auch schon hier in den Köpfen der Kinder, aber auch der Marketingexperten verankert.
Jetzt kommt nicht der Osterhase zu Weihnachten und das Christkind im Sommer, nein, jetzt belagern auch schon die Zombies, Geister, Vampire und Hexen den Oktober. Nicht das ich was gegen Halloween habe, ich finde es sogar ziemlich cool im Gegensatz zum klassischen Karneval (des ist mir zu suspekt) und ich verkleide mich auch gerne, aber schrecklich finde ich, dass das eigentliche All Hallowed Eve völlig in Vergessenheit gerät und man denkt, eine neue Marktlücke wurde in Deutschland gefunden.
Dabei kommt dieses Fest ja gar nicht aus Amiland, sondern aus Irland und ist eine alte heidnische Tradition der Kelten, auch Samhain genannt (genaue Beschreibungen über Halloween und Samhain findet man natürlich auf Wikipedia, daher will ich nicht genauer darauf eingehen).
Trick or Treat ist zu einem teilweise wirklich aufdringlichem Ritual verblasst, was in der Geschichte nicht so praktiziert wurde. Schließlich geht es dabei nicht um unausstehliches Verhalten der Kinder, sondern um die Besänftigung der Toten bzw. als Geschenk an die Armen.
Wiederrum finde ich auch die Aussagen mancher Leute störend, wenn diese Halloween als neues Konsumentenfest abtun, obwohl sie nichts über die eigentliche Geschichte wissen. So wie es allerdings in Amerika praktiziert wird, möchte ich es hier allerdings nicht haben, Kürbisse hin und her.
Würde man sich doch etwas näher an das Original halten...