Bei Hörspielen denkt meist sofort an Kinderhörspiele wie Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg, ferner an Die drei ???.
Doch in den letzten Jahren sind dank MP3-Player und Podcasts auch hörbücher und Hörspiele stärker in erscheinung getreten.
Bei Gabriel Burns handelt es sich um eine deutsche Produktion.
(Folge 1: Der Flüsterer) Die Geschichte beginnt im kanadischen Vancouver,
wo sich der Schriftsteller Steven Burns als Taxifahrer durchschlägt,
da seine Bücher kaum Absatz finden.
An diesem kalten Abend soll er eine Frau zum Hafen bringen,
wo er in seinem Taxi ohnmächtig wird.
Am nächsten Morgen erwacht er in einem Blutverschmierten Bett und wird des Mordes an seinem letzten Fahrgast angeklagt.
Der verwirrte Steven beharrt auf seine Unschuld.
Schließlich macht Steven mit dem mysteriöse Bakerman einen Deal.
Steven wird feigesprochen, wenn er den verschollenen Agenten Cadieux ausfindig machen kann.
Er reist in das Dorf Eden Creek, mitten in die Einöde Kanadas, wo der Agent zuletzt gesehen wurde.
Mit der Hilfe des jungen Forstbeamten Larry Newman beginnt Steven mit seinen Nachforschungen.
Die Bewohner verhalten sich merkwürdig...
Sie fürchten sich vor den "Grauen Engeln".
"Der Flüsterer" macht genau dass, was ein pilot machen soll: Neugierig.
Es bleiben zu viele Fragen offen.
Man will einfach wissen, wie es weiter geht!
Auch mit Cliffhanger wird nicht gegeizt.
Hier tritt das "Akte X Prinzip" in Kraft:
Antworten gibts nur krümelweise, und jede Antwort wirft 3 neue Fragen auf. Mindestens.
Folge 1-6 kann ich nur empfehlen, spätestens nach Folge 4 seid ihr süchtig, wenn ihr euch auf den Plote einlasst und Geschichten ala H.P Lovecraft und Akte X mögt.
Hier haben die Macher sich maßgeblich orientiert.
Vor allem die folgen, die im Eis (Island, Alaska, Antarktis) spielen, erinnern an H.P Lovecrafts "Berge des Wahnsinns".
Manchmal wirken Steven Burns und die kühle Joyce Kramer (eine weitere mitarbeiterin von Bakerman) wie Skully und Mulder in Bestform.
In späteren Episoden gewinnen auch die Nebencharakter an Farbe.
Insgesammt ist Gabriel Burns eine astreine Produktion. Umweltgeräusche wie Regen, Stimmen, sogar Schritte auf den verschiedenen Boden, alles passt.
Die Sprecher klingen vertraut:
"Burns" Sprecher Bernd Vollbrecht leiht Antonio Banderas und Viggo Mortenson seine Stimme.
Ernst Meincke leiht "Bakerman" seine Stimme. Star Trek Fans werden sich an "Picards" erinnern.
Björn Schalla spricht neben "Larry Newman" auch sämtliche Rollen von Sean W. Scot (Stiffler - American Pie; Evolution)
Negativ fällt die spielzeite der Folgen auf.
Die ersten Episoden haben ordentliche Spielfilmlänge,
doch a Doppelfolgen häufen sich, dabei hätten sie auch (leicht gekürzt) auf eine CD gepasst.
Spätere Episoden sind außerdem Mogelpackungen, die unnötig mit Musik in die Länge gezogen werden.
Zudem werden die letzten Spielminuten unnötig mit Musik ausgestopft.
Trotzdem fesselt mich Gabriel burns mit jeder Folge.
Folge 1: Der flüsterer gibt es außerdem für 1€ in vielen Elektronik - Märkten.
Links:
Gabriel Burns Fanseite, durchgespoilert!