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Gabriel Burns

Gepostet am: 6 April, 2007 - 13:17 von Mighty
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2006-09-16


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Bei Hörspielen denkt meist sofort an Kinderhörspiele wie Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg, ferner an Die drei ???.
Doch in den letzten Jahren sind dank MP3-Player und Podcasts auch hörbücher und Hörspiele stärker in erscheinung getreten.

Bei Gabriel Burns handelt es sich um eine deutsche Produktion.
(Folge 1: Der Flüsterer) Die Geschichte beginnt im kanadischen Vancouver,
wo sich der Schriftsteller Steven Burns als Taxifahrer durchschlägt,
da seine Bücher kaum Absatz finden.
An diesem kalten Abend soll er eine Frau zum Hafen bringen,
wo er in seinem Taxi ohnmächtig wird.
Am nächsten Morgen erwacht er in einem Blutverschmierten Bett und wird des Mordes an seinem letzten Fahrgast angeklagt.
Der verwirrte Steven beharrt auf seine Unschuld.

Schließlich macht Steven mit dem mysteriöse Bakerman einen Deal.
Steven wird feigesprochen, wenn er den verschollenen Agenten Cadieux ausfindig machen kann.
Er reist in das Dorf Eden Creek, mitten in die Einöde Kanadas, wo der Agent zuletzt gesehen wurde.
Mit der Hilfe des jungen Forstbeamten Larry Newman beginnt Steven mit seinen Nachforschungen.
Die Bewohner verhalten sich merkwürdig...
Sie fürchten sich vor den "Grauen Engeln".

"Der Flüsterer" macht genau dass, was ein pilot machen soll: Neugierig.
Es bleiben zu viele Fragen offen.
Man will einfach wissen, wie es weiter geht!
Auch mit Cliffhanger wird nicht gegeizt.

Hier tritt das "Akte X Prinzip" in Kraft:
Antworten gibts nur krümelweise, und jede Antwort wirft 3 neue Fragen auf. Mindestens.

Folge 1-6 kann ich nur empfehlen, spätestens nach Folge 4 seid ihr süchtig, wenn ihr euch auf den Plote einlasst und Geschichten ala H.P Lovecraft und Akte X mögt.

Hier haben die Macher sich maßgeblich orientiert.
Vor allem die folgen, die im Eis (Island, Alaska, Antarktis) spielen, erinnern an H.P Lovecrafts "Berge des Wahnsinns".

Manchmal wirken Steven Burns und die kühle Joyce Kramer (eine weitere mitarbeiterin von Bakerman) wie Skully und Mulder in Bestform.
In späteren Episoden gewinnen auch die Nebencharakter an Farbe.

Insgesammt ist Gabriel Burns eine astreine Produktion. Umweltgeräusche wie Regen, Stimmen, sogar Schritte auf den verschiedenen Boden, alles passt.

Die Sprecher klingen vertraut:

"Burns" Sprecher Bernd Vollbrecht leiht Antonio Banderas und Viggo Mortenson seine Stimme.
Ernst Meincke leiht "Bakerman" seine Stimme. Star Trek Fans werden sich an "Picards" erinnern.
Björn Schalla spricht neben "Larry Newman" auch sämtliche Rollen von Sean W. Scot (Stiffler - American Pie; Evolution)

Negativ fällt die spielzeite der Folgen auf.
Die ersten Episoden haben ordentliche Spielfilmlänge,
doch a Doppelfolgen häufen sich, dabei hätten sie auch (leicht gekürzt) auf eine CD gepasst.
Spätere Episoden sind außerdem Mogelpackungen, die unnötig mit Musik in die Länge gezogen werden.
Zudem werden die letzten Spielminuten unnötig mit Musik ausgestopft.

Trotzdem fesselt mich Gabriel burns mit jeder Folge.

Folge 1: Der flüsterer gibt es außerdem für 1€ in vielen Elektronik - Märkten.

Links:
Gabriel Burns Fanseite, durchgespoilert!

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Vom Gabriel Burns ist mir im

Gepostet am: 6 April, 2007 - 20:10 von ²sh¥
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Vom Gabriel Burns ist mir im übertragenen Sinne schon viel zu Ohren gekommen, gilt sie doch in vielen Kreisen als gelungenste deutschsprachige Horrorserie in Hörbuchform. Böse Stimmen haben allerdings auch schon von einem "dreisten John Sinclair-Rippoff für noch Ärmere" gesprochen, und so war ich immer hin und hergerissen, ob ich denn mal reinhören soll oder nicht. Fast hätte ichs getan, als ich bei unserem Dortmunder Saturn die ersten vier Folgen für jeweils 2,50€ im Regal habe stehen sehen.

Meine Hörspielerfahrung ist allerdings relativ gering. Klar, die ??? steckten früher auch immer in meinem Walkman, aber seit dieser Zeit habe ich Hörspiele völlig aus dem Fokus veroren. Hörbücher habe mich mir nur teilweise angehört, weil ich das Lesen jener Bücher irgendwie immer spannender fand. Und ansonsten habe ich das eine oder andere aus dem Radio gehört.

Bei einigen experimentiellen Hörspielen, die ich auf irgendeinem WDR-Kanal zufällig hören könnte, ist mir allerdings klar geworden, dass ich besonders düstere, diffuse und leicht verstörende Hörspiele durchaus reizvoll finde. Ich kann keine Namen nennen, aber ich habe da Sachen gehört, die mit wirren Dialogen und seltsamen Geräuschen angereichert waren. Das bringt die eigene Fantasie in Wallung ... und ist - ob unkonventionell oder nicht - letztendlich der Kern eines guten Hörspiels.

Das führt mich zu meiner Frage an Dich: Ist Burns nicht nur spannend, sondern regt auch die eigene (visuelle) Fantasie etwas an? Wenn es tatsächlch so gut ist, dass sich mir ein lebendiges Bild vor dem geistigen Auge aufbaut, dann sollte ich tatsächlich einmal Schnuppern bzw. Lauschen.

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viel vorweggenommen

Gepostet am: 6 April, 2007 - 21:57 von Mighty
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Leider wird viel beschrieben, wodurch viel freiraum für interpretationen genommen wird.
zum Beispiel die "Grauen engel":
Sie werden ziemlich detailiert beschreiben.
man kann sich aber immer noch ein eigenes Bild von Personen und Monstern machen.

Zum Beispiel Folge: 11 Welt der Dämmerung
Hier wird eine künstliche Welt unter Kuppeln beschrieben, ein versuch, ob im Falle des Klima-kollaps dort Leben möglich ist.
Die künstliche Athmosphere gerät außer Kontrolle, Flora und Fauna mutieren und krepieren vor sich hin.

Dieser wahnsinn ist wunderbar in den Hauptplot hineingearbeitet.

oder wenn Steven in eine andere Welt "abdriftet" oder seine "Gabe" einsetzt wird man von einem fast psychedelischen Geräuschemeer überschwemmt.

John Sinclair Vergleiche hab ich auch schon zu Ohren gekommen, aber ich kenne "Sinclair" nicht und kann nichts dazu sagen.

Reinhören lohnt sich aber auf jeden Fall

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@Senor Kaffee Konntest du

Gepostet am: 3 August, 2007 - 23:28 von Mighty
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@Senor Kaffee

Konntest du mit Gabriel Burns was anfangen?

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