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Silent Hill: Faults

Gepostet am: 8 August, 2006 - 18:48 von Schattenläufer
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Mitglied seit:
2006-08-08


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8

Meine Geschichte rund um Silent Hill. Da ich glaube, das Silent Hill 1 und 2 parralel spielen könnten, habe ich auch die Geschichte so aufgebaut. So kommt es unter anderem zu Gastauftritten von James und Harry, die aber nicht wirklich eine aktive Rolle haben und ich mich somit nicht ins Spielgeschehen eingemischt habe. Die Rolle der Otherside Dämonen und die der Henker, möchte ich an dieser Stelle nicht wirklich vertiefen, da ich gern wie in den original Vorlagen anfangs etwas Verwirrung stiften möchte. Die Handlung dreht sich um Jack Sunderland, der ebenfalls in Marry verliebt war. Als er von seinem Vater erfährt, das James diesen besucht hatte und im Schlaf etwas davon geredet hatte, das Marry noch lebt und in Silent Hill ist, bevor er am nächsten Morgen verschwand. Die komplette Geschichte ist vom Stil her aus der Ich Perspektive und in der Vergangenheit. Weil Silent Hill 2 so anfängt. "Ich bekam diesen Brief ..." Ohne weitere Umschweife fang ich jetzt mal an und sag nurnoch, das Krittik, Anregungen und Ideen immer erwünscht sind!

1
Ein jeder Trägt seine Schuld

Ich sah auf den Boden des Gepanzerten Fahrzeugs in dem sich neben mir noch ein paar andere Männer befanden. Wir befanden uns auf dem Weg nach Silent Hill. Cybill Bennett, Eine Polizisten aus der Umgebung, war dort vor kurzem verschwunden . Eigentlich wollte ich diesen Einsatz ablehnen und mich einem anderen zuteilen lassen, doch als ich gestern mit meinem Vater telefonierte änderte ich meine Meinung schlagartig. Er erzählte mir das James ihn besucht hatte und am Tag darauf verschwunden war. Im der Nacht bevor er verschwand soll er von einem Brief geredet haben, der angeblich von Mary geschrieben wurde und in dem stand das sie in Silent Hill auf ihn warten würde. Ich war nicht anwesend als sie starb und konnte mich nicht überwinden zu ihrer Beerdigung zu gehen. Als ich hörte, das sie vielleicht noch lebt und in Silent Hill ist entschied ich mich sofort sie dort zu suchen. Als ich mich im Wagen umsah bemerkte ich die ängstlichen Gesichter der anderen. Ich war der einzige dem noch etwas anderes angeboten wurde. Die anderen mussten an diesem Einsatz teilnehmen. Ich war auch der einzige der nicht aus der Gegend kam und ich wusste nicht was den anderen eine solche Angst machte. Wir waren 5 gut trainierte Männer und trotzdem hatten sie alle eine furchtbare Angst, die einen geradezu ansprang wenn man ihnen ins Gesicht sah.

Quietschend kam der Wagen zum stehen. Wir waren am ziel. Als wir die Türen des Wagens öffneten, drang augenblicklich dichter Nebel ins Fahrzeug. Man konnte kaum die eigene Hand erkennen. Schnell stiegen wir aus und mussten uns Mühe geben nicht zu stürzen. Ich hörte Türen knallen und Räder quietschen. Der Fahrer des Wagens hatte vermutlich genau soviel Angst wie die anderen 4. Ich fragte mich noch, ob er uns wie Vereinbart hier wieder in 30 Stunden abholen würde, da hörte ich auch schon ein lautes Schreien, aus der Richtung, in die der Wagen verschwunden war. So schnell mich meine Füße trugen rannte ich zur Quelle des Schreis und stürzte fast in ein tiefes Loch. Ich konnte im letzten Moment mein Gleichgewicht wieder gewinnen und taumelte vom Rand zurück. Bei näherem Hinsehen wurde mir klar, dass anstelle dieses Loches die Straße hätte sein sollen auf der wir her gekommen waren. Da ich den Aufprall des Wagens noch immer nicht hörte musste dieses Loch Kilometer tief sein. Archer, der inzwischen neben mir stand sackte zu Boden und sagte: „Das wars! Diese Stadt hat auch uns bekommen!“ Die anderen sahen nun nicht mehr einfach nur ängstlich aus. Ihr Gesicht war eine verzerrte Grimasse. Harper brach zusammen und hielt sich die Hände vors Gesicht. Cater war der Einzige, der noch einigermaßen gefasst wirkte. Mit fester Stimme sprach er zu uns: „Diese Stadt wird uns nicht auch verschlingen! Ich werde hier nicht sterben! Reißt euch zusammen und erledigt den Auftrag. Unterwegs finden wir garantiert einen Ausweg aus dieser Stadt!“ Benson standen die tränen in den Augen und er schrie: „Das hier ist keine Stadt sondern die Hölle! Wir kommen hier nie wieder raus!“ Ich musste Cater unterstützen und dafür sorgen, das die Männer nicht durch drehten. Es stand für mich zu viel auf dem Spiel. Wenn Mary noch lebte, bestand meine einzige Chance sie zu finden darin, zusammen zu arbeiten. „Wir müssen uns zusammen reißen! Diese Stadt wird keinen verschlingen wenn wir zusammen arbeiten!“

Ich glaubte nicht daran, dass diese Stadt die Hölle sein sollte. Es gab immer irgendwelche Gerüchte über den Kult dieser Stadt. Als mit einem mal der Kontakt zur Stadt abbrach und auch Cybill kurze Zeit später hier verschwand wurde natürlich sehr viel geredet und die anderen schienen diesem dummen Gerede Glauben zu schenken. Es dauerte eine Weile alle zu überzeugen, doch mit Caters Hilfe schaffte ich es schließlich doch. Wir entschlossen und zuerst im Polizeirevier nach Cybill zu suchen, weil es am nächsten war. Ich versuchte mehrmals mit meinem Funkgerät Kontakt zur Zentrale aufzunehmen, doch ich bekam keine Antwort. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir am Brokheaven Hospital vorbei. Ein Mann mit grüner Jacke verschwand darin.Begleitet wurde er von einer Frau mit blonden Haaren. Beide schienen uns nicht zu bemerken. Ich fragte mich ob dieser Mann James war. Er trug immer eine grüne Jacke. Ich dachte, dass diese Frau dann Mary sein musste und schöpfte Hoffnung. Ich machte eine Geste in Richtung des Krankenhauses und alle nickten. Als ich den ersten Schritt in Richtung Krankenhaus machte fing mein Funkgerät an zu rauschen. Ich blieb stehen um es zu überprüfen, doch dann machte ich eine weitere Gestalt aus, die sich den Türen des Krankenhauses näherte. Sie war riesig und ihr Kopf war von einer rostigen Pyramide aus Metall bedeckt. Es trug ein gigantisches Messer und keiner von uns wagte es sich diesem Ding zu nähern. In dem Moment, als es die Türen des Krankenhauses hinter sich schloss, ließ auch das Rauschen aus meinem Funkgerät nach und verschwand kurz darauf gänzlich. Kurze Zeit später betraten auch wir das Krankenhaus.

Laute Sirenen waren zu hören und meine Ohren begannen zu schmerzen. Ich sah wie sich meine Umgebung veränderte Der Boden wurde zu einem rostigen Gitter, welches jede Sekunde nachgeben konnte und uns in ein bodenloses Loch fallen lassen würde. Blut bedeckte die bröckelnden Wände und jede noch so kleine Lichtquelle verschwand. In völliger Finsternis tastete ich nach meiner Taschenlampe. Die anderen taten es mir gleich, doch auch der Schein der Lampen erhellte nicht viel. Aus all unseren Funkgeräten kam plötzlich eine Männerstimme. Wir hofften auf Antwort von der Zentrale, doch diese Stimme klang anders. Nicht wie Die Stimme des Mannes der in der Zentrale für die Kommunikation verantwortlich war. Die Stimme klang wie die eines Psychopaten. Langsam sagte er: „Ihr Mörder seit nun alle hier! Unzählige Leben habt ihr auf dem Gewissen, doch das endet hier. Ihr alle tragt große Schuld in euch und diese zu Fleisch gewordene Schuld wird euch verfolgen und vernichten! Jeden von euch!“

Die Geräte verstummten, nur um kurz darauf wieder zu rauschen. 5 Kreaturen betraten den Raum. Ihre Gesichter waren verdeckt. Für einen Moment standen sie einfach da. Jeder von ihnen trug eine gigantische Waffe. Wie auf Kommando fingen alle an sich zu bewegen. Jede der Kreaturen ging auf einen anderen von uns zu. Das Monster, das auf mich zuhielt war weit über 2 Meter und trug eine gigantische Sense als Waffe. Benson wollte als erster davon laufen. Doch im Umdrehen stolperte er und viel hin. Direkt vor ihm stand nun eine Kreatur. Sie war fast einen Meter kleiner als die anderen, doch zog sie einen Morgenstern hinter sich her, der fast doppelt so groß war wie die Waffen der anderen. Es hob diese Waffe über den Kopf und Benson fing an zu schreien. Doch dieser Schrei fand ein jähes ende als sich der Morgenstern tief in Bensons Kopf grub. Im selben Moment als Benson starb, verschwand auch die Kreatur samt Waffe. Ein riesiges Loch war in Bensons Kopf zu sehen, dann kippte er zur Seite und das Gitter unter ihm gab nach. Sein lebloser Körper fiel in die Tiefe und verschwand schon bald in der Dunkelheit. Wie immer hörte man keinen Aufprall. Ich zweifelte nun nicht mehr daran, dass diese Stadt die Hölle war. So schnell ich konnte lief ich aus dem Krankenhaus, dicht gefolgt von den Anderen. Von diesem Augenblick an würden uns die vier verbleibenden Kreaturen verfolgen und erst verschwinden, wenn wir tot sein würden. Mit diesem Gedanken machten wir uns auf zum Polizeirevier um dort Waffen zur Verteidigung gegen diese Kreaturen zu finden.

Kapitel 2: Von Schuld verfolgt - 1

Ich trug die Waffe, die Benson kurz vor seinem Tod hat fallen lassen und war somit am stärksten bewaffnet. Außer Cater war niemand neben mir. Archer und Harper hielten Abstand, damit was immer auch passieren würde, Cater und mir zuerst passieren würde. Ich sah mich um und entdeckte ein Straßenschild auf dem Koontz Street stand. Im Nebel konnte ich eine Gestalt ausmachen. Obwohl es keine zehn Meter entfernt stand, schien es uns nicht zu bemerken. Der Neben war so dicht, das man kaum mehr als einen Schatten erkennen konnte, doch es sah nicht wie eins dieser Dinger aus. Es war zu klein und eine Waffe konnte ich auch nicht erkennen. Die anderen blieben zurück, als ich mich näher heran schlich. Aus der Nähe war es zweifelsfrei als Mensch zu erkennen. Es war ein Mann. Er trug eine Pistole. Vielleicht war es besser unbemerkt zu bleiben, also schlich ich mich langsam an ihn heran, um ihn überwältigen zu können. Mein Funkgerät war ausgeschaltet, damit es keine Geräusche von sich geben konnte, die mich verraten würden. Er trug eine braune Jacke und hatte dunkles Haar. Es schien ein ganz normaler, wenn auch bewaffneter und damit gefährlicher Typ zu sein.

Als ich nah genug hinter ihm stand um seine Waffe greifen zu können, begann etwas zu Rauschen und er griff nach seiner Pistole. Mein Funkgerät war ausgeschaltet, also musste er etwas ähnliches bei sich tragen. Ein Hund kam angelaufen, doch etwas stimmte mit ihm nicht. Scheinbar hatte man ihm Die Haut abgezogen. Seine Blutverschmierten Muskeln waren total angespannt und er lief auf uns zu. Der Mann schoss auf den Hund und nachdem dieser umgefallen war, lief der Mann los. Zu plötzlich, als das ich noch Gelegenheit hatte nach ihm zu greifen. Er verschwand im Alchemilla Hospital. Ich wollte ihm folgen, doch der Hund, oder was auch immer es war, stand bereits wieder und griff mich an. Bevor ich reagieren konnte packte es mich am Arm und zerfetzte meinen Anzug. Cater tauchte hinter mir auf und zerschoss dieses Monster. Halb verstümmelt lag es nun vor mir. Wieder versuchte es aufzustehen, doch mit einem gezielten Tritt in das Genick der Kreatur hörte sie endlich auf sich zu bewegen.

Blut tropfte von meinem Arm und klatschte auf den Boden. Cater sagte: „Der Geruch wird in wenigen Augenblicken weitere Monster herbei locken, also lass uns zusehen, dass wir zum Polizeirevier kommen und uns neu ausrüsten können! Und verbinde deinen Arm, sonst wimmelt das hier gleich!“ Ich zog eine Binde aus meiner Brusttasche und Verband mir den Arm so gut es ging. Dann gingen wir weiter. Cater fiel etwas zurück und sprach mit den anderen beiden. Mein Funkgerät war natürlich wieder eingeschaltet. Es schien immer dann zu rauschen, wenn ein Monster in der Nähe war. Das würde mir vielleicht nochmal das Leben retten können. Wie aus dem Nichts kam wieder dieses laute Heulen von Sirenen und wieder begann sich alles um uns herum zu verändern. Die Straße unter begann zu bröckeln und würde jeden Moment verschwinden. Ich rannte so schnell ich konnte. Als Der Boden unter mir verschwand sprang ich so weit ich konnte. In letzter Sekunde konnte ich mich am anderen Rand des Abgrunds festhalten. Beim versuch mich hoch zu ziehen, musste ich meine Muskeln so sehr anspannen, dass die Wunde unter der Binde erneut aufriß und mein Arm vor schmerzen brannte. Da mein Leben davon abhing, ob ich es hoch schaffte oder nicht, ignorierte ich den Schmerz so gut ich nur konnte. Oben angekommen wurde mir schwindelig vor Schmerz und ich sackte zusammen. Auf der anderen Seite des Abgrunds konnte man Cater, Archer und Harper erkennen. Erst jetzt fiel mir auf das der Nebel sich fast vollkommen aufgelöst hatte.

Cater rief: „Lauf zum Polizeirevier und versuch es zu halten! Wir werden einen Weg finden um nach zu kommen!“ Ich wollte es glauben, doch hinter ihnen tauchten die 3 Gestalten auf und auch mein Funkgerät fing an zu rauschen. Mein Freund mit der Sense musste irgendwo in der Nähe sein. Ich rief: „Alles klar! Wir treffen uns beim Revier. Ich werde mich darin so gut es geht verbarrikadieren. Klopft 3 mal an die Tür und ich werde euch öffnen, falls ich nicht schon tot bin! Dann gibt´s natürlich auch Kaffee und Kuchen, also beeilt euch bevor alles weg ist!“ Auf mich allein gestellt lief ich in die Dunkelheit und bog weniger Meter weiter in die Chrichton Street. Doch da wartete Bereits das Monster mit der Sense auf mich. Es stand e einen kurzen Moment Regungslos da, schien mich anzustarren. Doch ich wusste nicht wie, denn sein Gesicht war noch immer verdeckt mit einem großen rostigen Käfig, in dessen Inneres kein licht dringen konnte. Selbst als ich ihn mit meiner Lampe anstrahlte, war das innere das Käfigs in undurchdringlichen Schatten gehüllt.

Als der Kopf der Kreatur angestrahlt wurde, löste sie sich aus ihrer Starre und schwang die riesige Sense. Ich machte einen Sprung auf das Monster zu und rollte mich unter die Sense durch. Diese traf die Wand und blieb für einen Moment in ihr stecken. Doch durch die Kraft des Monsters Brach sie aus der Wand raus und kam mit unglaublichem Schwung auf mich zu. Die Stumpfe Seite traf mich hart und wirbelte mich durch die Luft. Mehrere Meter weiter prallte ich auf den Boden auf. Blut lief mir aus dem Mund und ich konnte nicht aufstehen. Auf allen Vieren floh ich vor dem Monster. Seine Waffe war selbst ihm zum tragen zu schwer, also zog es sie hinter sich her. Dieses kratzende Geräusch direkt hinter mir machte mich Wahnsinnig. Als es verschwand, wusste ich das dieses Monster grad ausholen musste. Mit aller Kraft warf ich mich zur Seite. Nur wenige Zentimeter weiter rechts und es hätte meinen rücken durchbohrt. Wieder steckte es fest und ich bekam wertvolle Sekunden. Ich sah nicht zurück, doch es dauerte nicht lange bis wieder dieses kratzende Geräusch zu hören war. Zum Glück war es nicht schneller als ich.

Mit diesem kleinen Vorsprung würde ich es zum Revier schaffen und ... Und? Was wäre dann anders? Ich tat so, als wäre dieses Gebäude die Antwort auf all meine Probleme. Doch selbst wenn sich nichts ändern würde, das war der Treffpunkt und vielleicht würden wir uns gemeinsam besser verteidigen können. Vorausgesetzt die anderen waren noch am Leben. Von weitem konnte ich es erkennen und kroch darauf zu. Langsam kam ich näher, doch mein Verfolger schien sich dazu entschieden zu haben, etwas schneller zu laufen und holte nun auf. Seine Sense schwingend kam es immer näher. Als würde es mich erreichen müssen, bevor ich das Gebäude erreichte. In meinem Kopf, sah ich dieses Monster, wie es direkt hinter mir stand, seine Sense schwang und meinen Unterkörper abtrennte. Doch weil ich davon nicht starb hob es mich mit Leichtigkeit hoch. Es hielt meinen verstümmelten Körper mit nur einer Hand fest. Dann brach es mir mit einer schnellen Bewegung das Genick und löste sich noch im gleichen Moment auf. Mein lebloser Körper fiel zu Boden, doch wie bei Benson, verschwand der Boden und ich fiel.

Als ich aus dieser Vorstellung erwachte hatte ich die Türen des Gebäudes fast erreicht. Ich griff nach ihnen und betete das nicht abgeschlossen war. Die Türen schwangen auf und ich warf mich hinein. Doch Diese Bestie war bereits hinter mir. Hinter mir schwang die Tür zu, doch die Sense bohrte ein tiefes Loch in diese. Sie wurde heraus gezogen und ich wartete auf den nächsten Schlag, der die Tür spalten würde, doch er kam nicht. Licht schien durch den Spalt in der Tür. Ich nahm meinen Mut zusammen, bemühte mich zum nächsten Fenster und sah hinaus. Draußen war alles wieder so wie vorher. Dichter Nebel, kein Blut an den Wänden und auch kein Monster direkt vor der Tür. Schnell machte ich mich bei und verrammelte die Tür mit allem was ich fand. An die Fenster heftete ich kugelsichere Westen. Dann ging ich zum Waffenschrank und ließ mich bis an die Zähne bewaffnet vor dem Haupteingang nieder um auf die Anderen zu warten. Doch kurze Zeit später war ich so müde, dass ich einschlief.

Kapitel 3: Von der Schuld verfolgt - 2

Ich sah Sunderland um eine Ecke verschwinden, als mein Funkgerät mich warnte. Es mussten Monster in der Nähe sein. Eins der altbekannten Monster stand hinter Harper. Als er es bemerkte, warf er sich nach vorne, rollte sich ab und stand nach wenigen Sekunden wieder auf den Beinen. Er hob sein Gewehr und feuerte auf die Bestie. Man konnte nicht erkennen, ob es überhaupt den Schmerz fühlte, denn dieses Ding gab keinen Laut von sich und sein Gesicht war, sofern es denn eins hatte von einem metallenen Zylinder verdeckt. Trotzdem klatschten die Kugeln mit einem lauten schmatzenden Geräusch auf der Bestie ein. Blut spritzte Harper entgegen und schließlich ließ die Kreatur ihre gigantische Axt los und fiel zu Boden. „Das Vieh ist tot!“ sagte Harper siegessicher und trat noch einmal gegen den leblosen Körper des Wesens.

„Doch wo sind die anderen beiden?“ Archer sprach genau das aus, was ich auch fragen wollte. Harper schien keine Angst mehr zu haben. Gelassen sagte er: „Ist doch egal. Die Dinger sind langsam und leicht zu töten. Wenn uns eins von diesen Dingern in die Quere kommt, machen wir einfach kurzen Prozeß mit ihnen!“ Archer seufzte. „Ich hoffe du hast recht.“ In diesem Moment tauchte die zweiter Kreatur auf und näherte sich Archer. Auf ihrem Kopf saß etwas . das wie eine altmodische Tauchermaske aussah. Nur statt Glas war an der Vorderseite rostiges Metall. Ihre Waffe war ein riesiges Breitschwert. Ich lief los und rief: „Dafür ist jetzt keine Zeit! Kommt mit, Sunderland wartet sicher schon!“ Archer folgte mir, doch Harper fiel zurück. Er hob sein Gewehr und zielte auf das Monster, das ihn völlig ignorierte und Archer folgen wollte. Harper rief: Mich zu ignorieren war dein letzter Fehler Mistvieh!“ Er eröffnete das Feuer und der „Taucher“ wandte sich völlig unbeeindruckt zu ihm um. „Warum stirbst du nicht!?“ Harber schrie: „Verrecke endlich!“, doch plötzlich bewegte sich ein Schatten hinter ihm und der tot geglaubte Zylinderkopf stand wieder hinter ihm. Archer wollte zurück laufen und ihn warnen, doch es war bereits zu spät. Aus der Entfernung konnte ich nur noch Schatten erkennen, die vom Nebel umgeben waren. Zylinderkopf schien ihn an den Beinen anzuheben und hielt ihn nun kopfüber fest. Harper feuerte trotzdem weiter. Dann stand der Taucher vor ihm und mit einer einzigen gleitenden Bewegung von seinem Schwert schnitt er ihn in 2 Hälften. Zyilinderkopf verschwand, als hätte es ihn nie gegeben und Archers verstümmelter Körper viel zu Boden, vermutlich wieder in ein Loch wo er für immer verschwand.

Der Taucher machte sich auf den Weg in unsere Richtung. Wir liefen bereits die Wilson Street hinunter, in Richtung Sagan Street, wo sich das Polizeirevier befinden sollte, als das Funkgerät wieder zu rauschen anfing. „Ist er das?“ fragte Archer schneeweiß werdend. Ich schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, er ist zu langsam um noch so nah sein zu können. Vor uns kam eine weitere Kreatur aus einem Gebäude auf die Straße. Es hielt direkt auf mich zu und ich erinnerte mich an diese Kreatur, weil ich ihr bereits im Brookhaven Hospital. Es war mein Henker. Ihren Kopf konnte ich sehen, doch es war nur ein Formloser Klumpen ohne Gesicht. Weder Augen, noch Nase, noch sonst irgendwas. Ihre Waffe war eine total verrostete Kettensäge. Ich sah zu Archer und sagte: „Da kommen wir nicht vorbei! Wir müssen zurück und einen anderen Weg suchen!“ Archer nickte, doch als wir uns umwandten tauchte hinter uns der Taucher aus dem Nebel auf. Wir waren umzingelt.
Ich deutete auf die Tür des am nächsten stehenden Gebäudes und wir liefen darauf zu. Ich brach die Tür auf und wir beide flohen hinein.

Der Taucher und der Gesichtslose schienen uns nicht in das Haus zu folgen. Archer setzte sich auf den nächststehenden Stuhl und sagte: „Ich brauch ne Pause.“ Ich ließ mich auf den unteren Stufen einer kleinen Treppe nieder und sagte: „Gut. 10 Minuten Pause. Wenn einer unserer Freunde kommt, ist die Pause natürlich vorbei.“ Archer nickte. Neben der Treppe, auf der ich saß bemerkte ich eine die nach unten zu führen schien. Ich deutete auf diese. „Sehen wir uns da unten mal um, vielleicht finden wir über die Keller einen Weg zur Chrichton Street.“ Wieder nickte Archer. Die Zeit schlich nur so dahin, trotzdem verging sie schneller als mir lieb war. Am liebsten würde ich überhaupt nicht noch einmal da raus gehen, doch was sollte ich tun? Sunderland wartete, wenn er es denn geschafft hatte, im Polizeirevier. Sunderland war ein kluger Junge. Er würde sich nicht auf einen Kampf mit einem dieser Monster einlassen, wenn es nicht zwingend nötig sein würde. Ich griff in meine Brusttasche und holte Zigaretten und Feuerzeug raus. Archer bot ich auch eine an, doch ihm war nicht nach rauchen. Ich dachte, das er vielleicht Nichtraucher war, doch mir war das in diesem Moment ziemlich egal. Hauptsache ich konnte endlich eine rauchen. Als die 10 Minuten vorbei waren stand ich auf und ging die Treppe hinunter. Archer folgte mir.

In diesem Keller war es tatsächlich noch dunkler als oben. Wir schalteten unsere Lampen ein und meine Augen verengten sich durch das helle Licht. Doch nach kurzer Zeit gewöhnten sich meine Augen wieder an das Licht und ich konnte wieder normal sehen. Vor uns lag ein riesiges Gewölbe, das durch die ganze Stadt zu führen schien. Archer holte seinen Kompaß raus und deutete in eine Richtung. „Da liegt osten.“ Sagte er. „Wenn wir da lang gehen, müssten wir auf der Chrichton Street ankommen!“ Nickend ging ich in die gezeigte Richtung. Meine Beine waren noch immer schwer, doch ich zwang mich weiter zu gehen. Unterwegs markierte ich die Wände mit Pfeilen. Ich nahm dazu einen Stift mit Neon leuchtender Farbe, damit wir die Pfeile auch im Dunkeln erkennen würden. Nach wenigen Schritten vernahm ich ein knarrendes Geräusch und vernahm wieder das altbekannte Rauschen, doch vor uns stand nur ein alter Rollstuhl. Archer sah mich fragend an und ich zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hat das Funkgerät ne Macke?“ Plötzlich schoss der Rollstuhl wie von Geisterhand bewegt auf uns zu und wir konnten gerade rechtzeitig zur Seite springen. Eine der scharfen Kanten erwischte Archer am Bein. Er fiel zu Boden und verzog sein Gesicht vor Schmerz. Ich nahm mein Gewehr und zerschoss den Rollstuhl, Archer fluchte: „Verdammt! Hier ist echt alles eine Gefahr. Würd mich nicht wundern, wenn hier selbst rosa HasenStofftiere tödlich wären!“ dieser Gedanke war nun wirklich absurd. Wo sollte man hier rosa Hasenstofftiere finden? Und die würden hier zwar gruselig wirken, aber bestimmt nicht gefährlich werden. Lachend half ich Archer auf die Beine. „Deine Phantasie geht mit dir durch Junge!“ Beide gingen wir weiter. Nun darauf gefasst, das selbst die Wände eine Gefahr sein könnten. Kurze zeit und ein paar „getötete“ Rollstühle später fanden wir einen Ausgang. Draußen war wieder alles hell.

Der vorher nur leichte Nebel war nun wieder so dicht, das man wieder kaum die Hand vor Augen sehen konnte. „Wo sind wir?“ wollte Archer wissen. „Keine Ahnung.“ gab ich zurück. Ein Straßenschild suchend, fand ich etwas viel besseres. Das Polizeirevier. Ich grinste und sagte: „Wir sind am Ziel.“ Die Fenster waren verbarrikadiert und die Tür scheinbar von innen verrammelt. Entweder Sunderland hatte es geschafft, oder es gab überlebende, die hierher geflüchtet waren. Wie vereinbart klopfte ich 3 mal an die Tür, bekam jedoch keine Antwort. Ich wartete kurz und klopfte dann wieder. Ich wollte die Tür schon aufschießen, als ich von innen irgend etwas auf den Boden schlagen hörte. Dann war ein Fluchen zu vernehmen und jemand kam in Richtung Tür. Es dauerte eine Weile. Scheinbar war die Tür mit schweren Geräten blockiert. Doch nach einer Weile schwang die Tür auf. Sunderland stand in der Tür. Als erstes fiel mir sein blaues Auge auf und ich musste lachen. Das war also kurze Zeit vorher auf den Boden gefallen. Dann sah ich jedoch in welchem Zustand er sich befand und hörte sofort auf zu lachen. „Man was ist dir denn passiert?“ Sunderland sah mich müde an und sagte: „Ist ne lange Geschichte, kommt erst mal rein. Archer und ich betraten das Polizeirevier und versperrten hinter uns wieder die Tür.

Kapitel 4: Ein zweifelhafter verbündeter

Nachdem ich die Tür wieder Verbarrikadiert hatte, bemerkte ich das Archer humpelte. Dann sah ich Cater an. Er schien keine Verletzungen zu haben. Unter Schmerzen zwang ich mich zu einem Grinsen. Ich sagte: „Du bist mit dem Teufel im Bunde. Keinen einzigen Kratzer hast du! Ich bin eine halbe Leiche, Benson hat einen Muskopf, Archer ein verwundetes Bein und Harper ...“ Ich sah mich um und bemerkte erst jetzt das er fehlt. „Wo steckt Harper?“ Fragte ich, obwohl ich die Antwort schon kannte. Cater sah zu Boden und schüttelte den Kopf, während Archer sagte: „Er hats nicht geschafft.“ Ich ging in die Hocke und schlug hart mit der Faust auf den Boden. „Verdammt! Zu dritt schaffen wir das nie hier raus! So werde ich Marry nie finden!“ Cater sah mich fragend an. „Marry? Wer ist diese Marry?“ In diesem Moment, fiel irgendwo im Revier etwas um. Ich erhob mich langsam und nahm meine Waffe. Kein Funkgerät rauschte, aber in diesem Moment war mir das egal. Vielleicht hatte eins dieser Viecher heraus gefunden wie man das Rauschen umgehen konnte oder sonst irgendwas. Langsam ging ich den dunklen Flur hinunter und leuchtete mit der Lampe in jede Ecke. Archer und Cater folgten mir dicht auf.

Ich war immernoch ziemlich wackelig auf den Beinen. Deshalb riss mich der nächste Angriff auch von diesen. Hart fiel ich zu Boden und etwas landete auf mir. Ehe ich reagieren konnte wurde ich auf die Beine gezerrt und fest gehalten. Ich war zu schwach und konnte nicht gegen diesen Griff ankämpfen. Was immer mich auch im Griff hatte, es hielt mich in Richtung der anderen. „Waffen runter!“ ertönte es hinter mir. Es musste also ein Mensch gewesen sein. Es war eine Frauenstimme. Diesmal lauter wiederholte sie: „Die Waffen weg!“ Ich sagte: „Lassen sie mich los! Wir wollen ihnen nichts tun! Wir sind hier um zu helfen!“ „Woher soll ich wissen, dass ihr nicht zu denen gehört?“ sagte sie und ihr Griff wurde fester. Cater senke langsam seine Waffe und sagte: „Denen?“ Als Archer auch seine Waffe senkte, ließ sie mich los. Ich war nicht gerade begeistert, denn durch diesen festen Griff, tat mir wieder alles weh, obwohl die Schmerzen kurz davor bereits etwas nachgelassen hatten. Sie sagte: „Ja. Die verfolgen mich! Sie wollen mich töten!“ Ich sah fragend zu Cater, doch dieser hob nur die Schultern. „Vielleicht meint sie einen der Henker. Oder die anderen Monster!“ Doch sie schüttelte den Kopf. „Henker? Monster? Wovon redet ihr? Ich werde von Menschen verfolgt. Anhänger des Kults dieser Stadt. Monster gibt es hier keine. Nur diese verdammten Bastarde, angeführt von Dahlia Gillespie.“ Ich schüttelte den Kopf. „Egal was es ist. Wir müssen uns verteidigen!“ Ich gab ihr eine Handfeuerwaffe. „Wissen sie wie man damit umgeht?“ fragte ich und sie nickte. „Mein Name ist übrigens Jack.“ „Denise.“ Antwortete sie leise. Nachdem wir uns ausreichend vorbereitet hatten, machten wir uns mit unserer neuen Verbündeten wieder Auf den Weg.

Außerhalb des Reviers war es wie gewohnt nebelig. „Wohin jetzt?“ fragte Archer. „Alchemilla Hospital würde ich sagen“ Ich sah Archer direkt an. „Da ist vorhin dieser Mann rein gelaufen. Wir brauchen so viele Verbündete wie möglich. Und er sah mir nicht so aus, als wär er ein Anhänger dieses Kults von dem Denise geredet hat.“ Alle nickten stumm und wir gingen weiter. Weil vielerorts nur noch tiefe Schluchten statt Straßen waren, versuchten wir es unterirdisch. Cater ging in ein Gebäude und dort die Treppe in einen Keller hinunter. Er war nicht wirklich groß und von den gigantischen Katakomben, von denen Cater und Archer berichteten war nirgends etwas zu sehen. „Ich versteh das nicht!“ sagte Archer und schlug gegen eine der Wände. Dabei war ein hohles Geräusch zu hören. „Moment mal!“ Cater schob seinen Kollegen zur Seite. Er sah sich um und fand eine Brechstange. Mit ihr bearbeitete er die Wand. Nachdem er einen Stein aus ihr gebrochen hatte, war dahinter ein Durchgang zu erkennen. „Na bitte.“ Sagte er zufrieden. Nachdem er ein Loch in die Wand gestemmt hatte, durch das man durch kriechen konnte, wollten wir weiter gehen.

Cater steckte die Brechstange ein. „Wofür brauchst du das denn?“ wollte Archer wissen. „Denkst du ich hab Lust zurück zu laufen, wenn wir auf der anderen Seite auf noch so eine Wand treffen? Außerdem, macht sich das bestimmt gut als Nahkampfwaffe. Hier treibt sich einiges rum. Doch ich will meine Munition für meinen Henker sparen!“ Cater hatte Recht. Ich ging zu einer Wand und nahm mir eine alte Feueraxt aus einem Regal. Archer fand in einem Pappkarton eine Machete. Denise blieb bei ihrer Waffe. Zusammen gingen wir den nur schwach beleuchteten Tunnel entlang. Caters Leuchtpfeile waren auch nirgendwo. Trotzdem ging er einigermaßen Zielstrebig in eine Richtung. Mit einem mal blieb Cater wie angewurzelt stehen und rief: „Zurück!“ Alle wichen wir nach hinten. Ich versuchte etwas zu erkennen, sah aber nur einen alten Rollstuhl. Ich sah Cater verwundert an. „Was ist?“ Doch in diesem Moment legte Archer sein Gewehr an und zerschoss den Rollstuhl. Ich schüttelte mit dem Kopf. „Für solche Albernheiten ist verdammt nochmal keine Zeit!“ Cater sah etwas erleichtert drein. „Diese Scheißdinger haben uns auf dem Herweg angegriffen!“ Ich stutzte. Rollstühle waren hier also auch Monster? Kopfschüttelnd ging ich weiter.

Nach einigen Minuten stiegen wir wieder Treppen hinauf. Unterwegs kamen unzählige Treppen die weiter nach unten führten. Sicher bis tief ins Erdreich. Ich fragte mich wie viele Menschen sich da unten wohl verlaufen haben und nie wieder hinaus gefunden haben. Wir stiegen die Kellertreppen hinauf und kamen in einem kleinen Haus an. Mir knurrte der Magen. Denise ging zu einem Kühlschrank und wühlte darin herum. Ich wollte erst protestieren, dachte aber dann, dass es hier wohl niemanden mehr stören würde. Alle bedienten wir uns. Ich nahm mir einige Würste, Denise nahm sich Süßkram und Archer fand ein paar Red Bull, die er zwischen sich und Cater aufteilte. Beide mussten echt müde gewesen sein. Ich war auch ziemlich fertig, also bat ich Archer mir etwas abzugeben. Er stellte mir 2 Dosen hin, von denen ich eine sofort leerte. Nachdem sich Archer und Cater auch etwas zu Essen genommen hatten verließen wir das Haus wieder und bemerkten, dass wir uns direkt vorm Krankenhaus befanden.

Wieder vernahmen wir die Sirenen. Denise begann zu schreien und sah und verängstigt an. Sie hob ihre Waffe und zielte auf uns. Wir wollten in Deckung springen, als sie mit einem mal, scheinbar im gleichen Moment wie der Nebel und jegliche Lichtquelle verschwand. Archer sah mich fragend an. „Wo steckt sie?“ Ich wusste keine Antwort. Cater sagte: „Entweder sie ist noch drüben, oder sie ist tot, oder ganz woanders, wo wir noch nicht waren.“ Wie nicht anders zu erwarten war, begannen die Funkgeräte wieder zu rauschen. Ein Vierbeiniges Monster kam auf uns zu. Es zog seinen Körper über den Boden und seine Beine hatte es wie eine gigantische Spinne. Überall sah man ihre Blutverschmierten frei liegenden Muskeln, welche sich am Boden rieben und damit bei jeder Bewegung eine Blutspur hinterließen. Anstelle eines Kopfes war nur ein Loch mit messerscharfen Zähnen. Ich nahm mein Gewehr und schoss diese Kreatur in Fetzen. „Das war ja nun wirklich keine Bedrohung.“ Sagte Archer erleichtert. Cater machte einen erschrockenen Ausdruck und rief: „Ach nein!?“ Aus dem Schatten tauchte eine zweite Spinne auf und eine dritte. Es folgten hunderte und alle krochen auf uns zu. Hinter ihnen tauchten die 3 Henker auf. Archer sah mich angsterfüllt an. Er sagte: „Das könnte jetzt doch eine Bedrohung sein. Ins Krankenhaus?“ Die Henker zertraten die Spinnen die im Weg waren einfach und näherten sich langsam, aber unaufhaltsam unserer Position. Ich nickte und wir 3 rannten zum Krankenhaus.

Das Tor war verschlossen, also mussten wir über den Zaun klettern. Cater und ich waren bereits auf der anderen Seite, doch Archer verfing sich und kam nicht mehr weiter. Wir halfen ihm so gut es ging, doch mit einem mal begann er zu schreien und wir wichen vor Schreck zurück. Eine der Spinnen hatte ihn am Bein gepackt und riss dieses nun in Fetzen. Ich tötete dieses Monster und Cater half Archer über den Zaun.
Sein Bein war nicht mehr zu gebrauchen, also trugen wir ihn in Richtung Krankenhaustüren. Ein gigantisches Schwert zerschlug hinter uns den Zaun. Es war Archers Henker. Dicht gefolgt von Caters und meinem. Die Türen waren auch verschlossen. „Schießt sie auf!“ schrie Archer. Ich nahm mein Schrotgewehr vom Rücken und schoss damit die Tür auf. Wir trugen Archer hinein, doch die Monster folgten uns. Hinter einigen Türen befand sich ein Fahrstuhl. Ich schlug auf den Knopf und betete, das er funktionieren würde, denn dieser Raum war bis auf den Fahrstuhl eine Sackgasse. Langsam näherte sich der Fahrstuhl unserer Etage. Zu langsam, denn das Geräusch der Kettensäge und der Waffen die über den Boden schliffen wurden schneller Lauter als der Fahrstuhl. Als der Fahrstuhl glücklicherweise doch vor den Monstren ankam, sprangen wir regelrecht hinein? „Wohin?“ brüllte Cater. „Nach oben!“ antwortete ich ihm. Er schlug auf die Taste und das letzte was wir sahen, als sich die Fahrstuhltüren schlossen, war wie die Tür zu diesem Raum zersplitterte. Dann fuhr der Fahrstuhl aufwärts.

Sou, das wars von mir! Wie gesagt, immer her mit Krittik Emoji (Europa): lachen sofern es weiter geht, werd ich das hier auch posten Emoticon: verrücktes Gesicht (oder auch wie X-D)

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Wirklich klasse an dieser

Gepostet am: 12 August, 2006 - 21:32 von ²sh¥
²sh¥s Benuterbild

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Wirklich klasse an dieser Geschichte finde ich die Idee mit dem Heer an Spinnen. Ich finde es schön, dass du versuchst dir neue Kreaturen und damit verbundene neue gruselige Situationen ausdenkst. Die Qualität dieser Szenen schwankt zwar, aber die Stelle mit den Spinnen fand ich super! Emoticon: Geil!

Zum Gesamtbild hätte ich tatsächlich etwas Kritik anzubringen: Du steigst relativ schnell in die Action ein und machst es dem Leser aufgrund der schmalen Exposition sehr schwer, sich hineinzufinden. Gerade, weil du relativ schnell zu einer Szene in die nächste springst, ist es zu Beginn etwas schwer sich hineinzufinden. Nach einer Zeit hatte ich mich an diesen Erzählstil gewöhnt und habe gerade zum Schluss hin einige Situationen als durchaus spannend empfunden.

Schön finde ich, dass du kleine Insidergags, wie etwa das mit dem Stoffhässchen einbringst. Das lockert die doch drastische Action angenehm auf und wird Fans sicherlich ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern. Diese werden sicherlich nörgeln, dass Details nicht ganz komform zur Serie sind (etwa heisst die Frau "Mary"). Auch darüber, ob SH1 und SH2 gleichzeitig spielen, wird sicherlich gern diskutiert.

Aber: Emoticon: Who gives a fuck?!?
Ich würde gerne mehr von dieser Geschichte lesen und vor allem gerne Erfahren, weshalb die Protagonisten verfolgt werden. Was haben sie getan? Und wie sah die übrige Geschichte vor der Ankunft in SH aus? Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie du die Geschichte fortsetzen wirst.

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Dankeschön für die überwiegend positive Kritik!

Gepostet am: 15 August, 2006 - 22:28 von Schattenläufer
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Zum erzählstil ist zu sagen, jeder hat seinen eigenen und wenn man sich in meinen hineingewöhnt hat, kann man doch spaß an den meisten meiner Geschichten haben denke ich. Es ist immer so, das man, wenn man etwas von unterschiedlichen Autoren liest sich immer erst etwas umgewöhnen muss. also werte ich das nicht als negative Kritik, denn scheinbar ist ja weiter nichtsgewesen, als das du dich erst an meinen Schreibstil gewöhnen musstest. Über die genaue Bedeutung der Otherside Dämonen und der "Henker" wird erst viel später eingegangen, dann wenn ich mir selber zu 100% darüber im klaren bin. Grob weiß ichs schon, aber die Feinheiten fehlen mir noch. Darüber mach ich mir dann aber Gedanken, wenn es so weit ist. Wie du weißt bin ich diesbezüglich ja ziemlich spontan. =P Ich danke dir nochmals für das Lob und hoffe auch noch mehr positive Bewertungen Einheimsen zu können. Emoji (Europa): lachen

~Gruß

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kool

Gepostet am: 17 Mai, 2007 - 16:08 von FaulesFleisch
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Gefällt mir an sich sehr gut. Nur finde ich die Wortwahl teilweise unpassend, z.B. schneller lauter.

An ²shy

Ich würde gerne mehr von dieser Geschichte lesen und vor allem gerne Erfahren, weshalb die Protagonisten verfolgt werden. Was haben sie getan?

Steht alles da.

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Gepostet am: 19 Mai, 2007 - 23:00 von Schattenläufer
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Ich war ja ziemlich lange abwesend. oO
Inzwischen ist Faults mit 15 Kapiteln + 4 Enden (von denen manche twas besser, manche etwas schlechter sind Emoji (Europa): lachen) abgeschlossen. Es gibt ein paar nette Artworks (gibts auf Anfrage Emoji (Europa): lachen) und der zweite, vom Schreibstil deutlich vortgeschrittenere Teil wie ich finde ist auch in Arbeit. Er nennt sich Otherside, spielt 2 jahre später und hat auch schon bald 10 Kapitel. Emoji (Europa): lachen
Hier nun erstmal die nächsten 2, von Faults. Mehr werden folgen. Emoticon: beide Augen zukneifen (verschiedene Bedeutungen)

5 - Otherside

Als sich die Türen öffneten, war alles wieder wie vorher. Es war Taghell und durch ein geöffnetes Fenster drang Nebel ein, der sich am Boden des Raumes sammelte. Archer stöhnte vor Schmerz und wir trugen ihm zum nächsten Krankenbett. Ich gab ihm ein Gewehr und sagte an Cater gewandt: "Ich schau mich um und ihr beide bleibt hier!" Dieser schüttelte den Kopf und sagte: "Du bist verletzt! Ich gehe!" "Soll ein Krüppel auf den anderen aufpassen oder was? Ich gehe! Ihr verschließt die Tür hinter mir und wenn etwas anderes als ich hier rein will, dann schießt ihr es in Stücke! Ich gebe euch etwas Zeit zum ausruhen. Sollte ich in 2 Stunden nicht wieder da sein, versucht ihr einen Weg hier raus zu finden!" Beide nickten stumm und nachdem ich den Raum verließ hörte ich ein metallisches klicken, dass mir zeigte, dass meine Anweisungen befolgt wurden. Zeitgleich mit dem Verriegeln des Schlosses wurde es wieder dunkel und erneut verschwand der Nebel. "Prima! So ne verdammte Scheiße!" fluchte ich und trat gegen die nächstbeste Wand. Dann schaltete ich meine Lampe ein und machte mich auf den Weg, das Krankenhaus zu erkunden.

Nach ein paar Metern entdeckte ich ein junges blondes Mädchen im Gang knien und eine Melodie summen. Als sie mich bemerkte sagte sie genervt: „Was machst du denn hier?“ Ich ignorierte sie und sagte: „Hey Kleine! Du kannst hier nicht spielen! Es ist gefährlich hier!“ Sie sah mich an, als hätte sie einen kompletten Idioten vor sich. „Lass mich in Ruhe James!“ giftete sie mich an. Ich zuckte beim letzten Wort zusammen. „I ... Ich bin nicht James! Woher kennst du ihn?“ Sie wandte sich von mir ab und sagte mit einem arroganten Ton: „Du musst mich für völlig bescheuert halten, James!“ Ich ergriff sie am Arm und brüllte sie an: „James! Wo ist er? Ist Marry bei ihm? Antworte!“ Sie riss sich los und trat mir gegen das linke Bein. Dann rannte sie ein paar Meter weiter und rief: „Ich weiß wo Marry ist! Aber ich verrate es dir nicht, weil du mich angebrüllt hast!“ Dann streckte sie mir die Zunge raus und lief in die Dunkelheit. Ich wollte ihr hinterher laufen, doch in diesem Moment fing das Funkgerät wieder an zu rauschen. Mit diesem Geräusch setzte auch das Kratzen wieder ein, was vermutlich von der Sense meines Henkers stammte. Ich rieb mir das Bein und stand dann auf. Bevor ich mich umwandte sagte ich: „Hab mich schon gefragt wo du steckst!“
Ich wandte mich um und da stand es. Nur wenige Meter von mir entfernt. Als ich es sah, lud ich eine Granate in mein Gewehr und sagte: „Ich würde gern mal dein Gesicht sehen! Also, nimms mir bitte nicht übel!“ Ich zielte auf seinen Kopf, oder zumindest dahin wo ich ihn vermutete und feuerte die Granate ab. Eine kleine Explosion warf ihn nach hinten, doch selbst diese vermochte es nicht die Dunkelheit zu durchdringen. Als er sich wieder rührte merkte ich, dass ein Teil seiner Schulter und seines Armes fehlten, doch das hinderte ihn nicht im Geringsten am Aufstehen. Die verlorenen Stellen begannen bereits nach zu wachsen und die Verbrennungen zu heilen. Ich lud eine neue Granate in mein Gewehr und sagte: „Was für ein verdammtes Ding bist du eigentlich?“
Mein Funkgerät verstummte für einen Moment und erneut drang diese Stimme aus ihm. Nur diesmal klang sie noch wahnsinniger. „Jaaaaaaaaaaaack! Hast du es denn noch immer nicht bemerkt? Das bist duuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu! Deine andere Seite! Erkennst du denn die Ähnlichkeit nicht? Nur er ist real und du nicht! Wie gern hätten wir ihn einfach auf dich gehetzt. Doch deine Schuld ist nicht stark genug gewesen um ihn in der realen Welt zu manifestieren. Doch hier, wo er sich frei bewegen kann ... Die andere Seite, wie ihr es nennt. Hierhin würden wir dich nie ziehen können, denn du glaubst niiiiiiiiiiiicht! Also musstest du sterben, damit wir dich hierher holen konnten! Sie alle mussten sterben Jack und das ist deine Schuld! Wieso hast du nicht an diesen Ort geglaubt Jack, wieso mussten sie alle sterben? Wiesoooooo? „
Während dieser Wahnsinnige sprach, bewegte sich die Kreatur keinen Millimeter. Sie schien nicht einmal zu atmen. „Und deine ach so geliebte Marry. Sie ist genauso tot wie du! Mausetooooooooot! Oder doch nicht? Was bist du bereit für sie zu geben? Und sag jetzt nicht dein Leben. Denn Jack, das besitzt du bereits nicht mehr! Oh wie sehr ich mich auf deinen Gesichtsausdruck freue, wenn du es endlich akzeptierst. Auf bald Jack! Auf baaaaaaaaaaaaald!“ Kurz nachdem die Stimme verstummte, drang eine andere Stimme aus dem Funkgerät. Es war Cater. „Jack ... Hast du das auch gehört? Glaub nicht das, was dieser Scheißkerl sagt! Wir leben noch und wir kommen hier wieder ...“ Mit aller Kraft warf ich das Funkgerät gegen die Wand. In dem Moment als es zersprang, begann sich die Kreatur wieder zu bewegen. „Tot ja? Ich zeige euch was tot heißt!“ Ich feuerte ein ganzes Magazin leer und dieses Ding blieb stehen und ich feuerte eine Granate auf den Arm in dem es die Sense hielt. Dieser zersprang und die Sense wurde davon gewirbelt. Wenige Meter vor mir Blieb sie im Boden Stecken. Der Arm begann bereits zu heilen und der Henker griff mit seinem verbliebenen nach der Sense. Erneut schoss ich und wieder verbrauchte ich fast ein ganzes Magazin, bis es endlich stehen blieb. Schnell lud ich eine weitere Granate in das Gewehr und feuerte auch diese auf Die Kreatur. Sie stand tatsächlich noch immer aufrecht, obwohl ihr nun beide Arme fehlten.
Doch beide wuchsen bereits nach. Ich zog die Sense mit beiden Armen und aller Kraft aus dem Boden und schwang sie Kopfüber in Richtung der Kreatur. „Krepier endlich du Mistvieh!“ Schrie ich und die Sense bohrte sich da hinein, wo ihr Herz hätte sein sollen und schnitt sich, auf der Rückseite der Kreatur wieder raus bohrend bis zum Bauch hinunter. Ich schaffte es sie wieder heraus zu ziehen und die Kreatur fiel zu Boden. Ich zog die Sense mühevoll hinter mir her und ging einige Meter. Dort ließ ich sie zu Boden sinken und sah zum Henker, dessen Wunden scheinbar nicht mehr heilten . „Na also! Geht doch!“ Verachtend spukte ich in seine Richtung und lud die letzte Granate ins Gewehr. „Ich hoffe für dich, wir sehen uns nie wieder!“ Dann feuerte ich auf die Decke über ihm, welche nach gab und ihn unter sich begrub. Ich nahm mein Messer aus meiner Weste und trennte damit den größten Teil des Griffes der Sense ab. Nun konnte ich sie in einer Hand tragen und sie schliff nicht mehr über den Boden, was das Tragen erschwerte. „Ich sah mich kurz um und sagte dann: Ich muss zurück zu den anderen und dann nichts wie weg hier! Marry kann nicht hier sein!“
Aus dem zerstörten Funkgerät drang wieder diese Stimme: Oh Jack. Oh armer bemitleidenswerter Jaaaaaaaack. Wo willst du hin? Hast du es noch immer nicht verstanden? Du bist tot! Du kannst nirgendwo hin, weil du nur hier existierst!“ Ich schoss auf das Funkgerät und sagte: „Erzähl den Scheiß einem anderen!“ Dann lief ich zurück zu Cater und Archer, die noch immer auf mich warten mussten.

6 - Schuldspruch des Wahnsinns

Ich klopfte gegen die Tür, doch bekam ich keine Antwort.
Sie mussten doch noch dort sein!
Ich wollte die Sense nehmen, als ich hinter mir ein Geräusch vernahm. Es hörte sich an wie altes Leder, das man spannte. Ich seufzte.
„Nicht du schon wieder! Hast du denn noch nicht genug?“
Als ich die Sense enger umfasste und mich umwandte bekam ich einen Schock.
Hinter mir stand eine gigantische Gestalt im Gang. Sie stand gebückt, damit ihr Kopf nicht an die Decke stieß. Aufgerichtet musste dieses Ding an die 3 Meter groß sein! Dabei hatte es einen recht normalen Körper. Nur die Beine waren fast 2 Meter lang. Genau wie die Arme. Eigentlich waren es nur Knochen, mit ein wenig mumifizierter Haut.
Bei jeder Bewegung spannte sich diese Haut zum Zerreißen und das erzeugte dieses Geräusch von altem Leder. Es trug um seinen Torso eine blutige Krankenschwesternuniform mit abgerissenen Ärmeln und trug auf dem Gesichtslosen, verdorrten Kopf eine schmutzige Haube.
Mein erschrockener Gesichtsausdruck wurde gelassener und ich sagte:
„Was bitte stellst du denn da? Ich kann mich nicht erinnern ne Schwester gerufen zu haben!“
Hinter ihr tauchte eine zweite auf. Diese hielt eine dreckige Sprite mit einer verrosteten und blutbeschmierten Nadel in der Hand. In dieser befand sich eine grüne Flüssigkeit. Ich grinste müde und sagte:
„Pass mal auf! Die einzigen Krankenschwestern, von denen ich mir Spritzen geben lasse, sind blond, haben nen ordentlichen Vorbau und dazu nen tollen Hintern. Du Drecksvieh erfüllst keine dieser Kriterien, also komm einen Schritt näher mit diesem Teil und ich zeige dir meine chirurgischen Kenntnisse hiermit!“
Ich hob die Sense etwas an, bereit ihr damit Arm samt Spritze ab zu schlagen. Doch dieses Monster hatte nie die Absicht mir dieses Zeug zu injizieren. Sie spritze es direkt in meine Richtung und ich konnte gerade rechtzeitig beiseite springen.
Als ich mich umsah, entdeckte ich dass die Wand schmolz, wo sie von dieser Flüssigkeit berührt wurde. Es war also Säure in dieser Spritze. Wütend nahm ich mein Gewehr und rief:
„Jetzt reicht mir das aber!“
Ich schoss das gesamte Magazin auf die 2 Kreaturen leer und beide fielen tot um. Zufrieden sah ich auf sie und sagte:
„Na also, geht doch!“
Ich wollte ein neues Magazin nehmen, musste jedoch feststellen, dass ich gerade mein letztes verschossen hatte. Fluchend warf ich das Gewehr in die Ecke
„Oooooooooh Jack! Was ist denn los mit dir?“
Wieder diese Stimme. Doch diesmal schien sie von überall her zu kommen.
„Hast du denn keine Angst mehr Jack? Ich möchte dich panisch schreien hören, doch du ignorierst meinen Wunsch. Schäm dich Jack!“
Ich lachte laut auf.
„Angst? Ich? Wovor denn? Hast du nicht selber gesagt, dass ich schon tot bin? Wovor sollte ich mich also fürchten?“
Ich glaubte natürlich nicht daran. Wie sollte ich tot sein? Mir taten meine Wunden weh. Ich fühlte Schmerz. Doch diese Dinger ... Ich war mir sicher, dass ich wenn ich keine Angst zeigen würde eine bessere Chance hätte.
„Tot? Hab ich das etwa gesagt Jack? Oh es tut mir leid, verzeeeeeeeeeeeih mir Jack! Wärst du tot, könnten wir dich nicht für deine Schuld büßen lassen! Durch die anderen glaubst du nun an diesen Ort, wir mussten dich nicht töten um dich hierher zu bekommen. Oh, aber es gibt andere die sterben mussten um hierher zu gelangen!
Vielleicht kennst du sie. Sie jedenfalls freuen sich unheimlich dich wieder zu sehen Jack!“
Eine Gestalt tauchte ein paar Meter vor mir in der Dunkelheit auf. Sie war eindeutig menschlich, doch konnte sie nicht leben. Ein großes Loch im Kopf der männlichen Gestalt und die weißen Augen, deutete darauf hin, dass dieser Mensch tot war. Blut lief aus dem Loch über das Gesicht und auf die braune Jacke.
„Hallo Jack! Schön das wir uns wiedersehen! Ich schulde dir noch was hierfür!“
Er deutete mit dem Finger auf das Loch in seinem Kopf.
„Du warst das! Das ich tot bin ist deine Schuld Jack! Und ich werde dich jetzt dafür zahlen lassen!“
In dem Moment, als ich begriff was er sagte, wurde ich starr vor Schreck. Erschrocken blickte ich ihn an. Ich kannte ihn. Er war ein Mörder, den ich einige Tage vorher erschoss, als er Geiseln töten wollte. Ich rief:
„Ich musste dich töten! Du wolltest unschuldige umbringen!“
Er lachte laut und in seiner Stimme klang der Wahnsinn mit.
„Das gibt dir das Recht jemanden zu töten? NEIN! Ich bin für meine Taten hier gelandet! Das ist meine Strafe! Du bist nichts! Hast nicht das Recht über mich zu urteilen. Doch ich habe das Recht Rache für deinen Mord an mir zu üben!“
„Genau wie ich!“
meldete sich eine weitere Stimme zu Wort. Sie gehörte einer vermoderten Frau, die hinter der ersten Leiche aus dem Schatten trat. Ihr verschimmeltes Fleisch bedeckte nur dürftig ihre modrigen Knochen. Ich fing an zu stottern.
„I ... ich musste dich ... musste dich töten? Du bist Amok gelaufen und ich musste es beenden, um Leben zu retten!“
Ihr standen tränen im Gesicht.
„Ich war gerade mal 17 Jahre alt, als du mir das antatest!“
Sie schob ihre zerfetzte Kleidung beiseite und zeigte mir mehrere tiefe Löcher in ihrer Brust. Aus ihrem zerfetzten, aber dennoch schlagenden, Herzen fielen Maden.
„Ich weiß, dass ich einen Fehler machte. Dafür wäre ich eh hier gelandet, doch du musstest mich vor Jahren schon hierher befördern!“
Eine dritte Gestalt gesellte sich dazu. Sie war kaum noch mehr als Knochen.
„Wir alle sind vorzeitig wegen dir hier gelandet Jack! Und nun, da du hier bist, werden wir dich nicht mehr gehen lassen. Da kannst du dir sicher sein!“
Ich wollte schreien! Laut um Hilfe rufen, doch diesen Gefallen wollte ich dieser wahnsinnigen Stimme nicht tun. Wie auf Stichwort meldete sich diese auch wieder.
„Was ist denn los Jack? Mit einem mal doch wieder angst? Wohl zurecht. Einige von ihnen sind schon Jahre hier bei uns. Und jeden Tag wurde ihr Hass auf dich größer! Ich möchte ihnen ihre Rache nicht verwehren!“
Weitere Gestalten tauchten auf. Manche mehr, andere weniger verwest. Ich nahm die Sense in eine Hand und mein Messer in eine andere. So rannte ich auf die Personen zu, die ich teils schon vor Ewigkeiten tötete. Es mussten fast 2 duzend gewesen sein.
Hatte ich wirklich so viele Menschen auf dem Gewissen?
Dickes schwarzes Blut spritzte mir entgegen, als ich die Sense in den Schädel des Mannes bohrte, der mir am nächsten stand. Die Sense bohrte sich aus seinem Hinterkopf wieder hinaus und spießte die halb hinter ihm stehende Frau auf.
Ich wollte sie wieder heraus ziehen, doch riss ich dabei den Kopf mit ab und der Mann fiel nach hinten auf die Frau.
Ich sah den Kopf aufgespießt auf der Sense und merkte, dass mich die leeren Augen irgendwie noch immer anstarrten.
Und sein Körper richtete sich tatsächlich wieder auf.
„Oh Jack! Sie sind tot! Wie willst du die toten töten? Damit machst du sie nur stärker, denn mit jedem Versuch ihnen das Leben zu nehmen, wächst deine Schuld weiter!“
Ich schlug Die Sense hart gegen die Wand, so dass der Kopf von ihr abfiel. Er lag nun zur Hälfte gespalten und mich noch immer anstarrend auf dem Boden.
Panisch rannte ich los und nun begann ich zu schreien. Mir war egal, ob es genau das war, was dieses Ding wollte.
Nach einiger Zeit blieb ich stehen, weil ich nicht mehr rennen konnte.
Und wieder diese Stimme.
„Was denn Jack? Was bedrückt dich? Sag es miiiiiiiiiiiiiiiiiiiir.
Ist es, dass du die, die ein Anrecht auf Rache haben nicht erneut töten kannst? Es tut uns Leid Jack, soooooooooo Leid! Dein anderes Ich war nicht stark genug es mit dir auf zu nehmen, also mussten wir sie holen!“
Seine Stimme kam nun aus der Wand direkt neben mir. Ich nahm die Sense und bohrte sie tief in die Wand. Ich riss sie der Länge nach aus dieser heraus und Blut spritzte mir aus dem gigantischen Riss entgegen.
„Hab ich dich erwischt! Krepier du Mistkerl!“
Ich schwang die Sense erneut und schlitzte die Wand über mehrere Meter auf. Aus dem gesamten Riss ergoss sich nun Blut. Ein dritter Schlag und auch dort war es nicht anders. Egal wo ich traf, es spritzte mir Blut entgegen, fast so als würde die Wand selbst bluten.
Erschöpft sank ich zu Boden und sah mir die blutige Sense an.
Dann hörte ich aus der gegenüberliegenden Wand erneut seine Stimme.
„Macht es dir Spaß eine harmlose Wand zu zerstückeln? Jack, ich bin hier! Wenn du mich töten willst musst du her kommen! Los, komm schon, komm heeeeeeeeeeeer!“
Ich sprang auf und rannte zur gegenüberliegenden seite des Ganges. Dort sprang ich hoch und bohrte die Sense fast direkt unter der Decke in die Wand und zog sie runter bis zum Fußboden. Erneut spritzte mir Blut entgegen und erneut wechselte die Stimme ihre Position.
„Hast du mir nicht zugehört? Ich sagte, dass ich hier bin!“
Wieder ein Schlag und wieder mehr Blut, das mir entgegen spritzte.
Meine Gedanken wurden von 2 sich immer wiederholenden Wörtern kontrolliert!
„Blute! Verrecke! Bluten sollst du verdammtes Mistvieh!“

Sop, freu mich wie immer über Kommentare. Emoticon: beide Augen zukneifen (verschiedene Bedeutungen)
Ach, dem ca zehnten Kapitel hatte ich einen Betaleser, ab da wird das mit der RS etwas angenehmer hoffe ich. Emoji (Europa): lachen

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Gepostet am: 29 Mai, 2007 - 20:17 von Schattenläufer
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8

Und wieder weitere 2 Kapitel von mir.
Im ersten wird Cater der Erzähler, weil Jack grad ein wenig gaga ist.
Beim 8. ist aber er wieder das Erzählerchen.
Da ich mal drauf angesprochen wurde. Ich weiß, das Fräulein Sunderland Mary und nit Marry heißt. Das eine r hattich einfach mal so hinzugefügt. Nichts weiter bei denken.

7 - Glück des Wahnsinnigen
Sunderland hatte seit fast 3 Stunden nichts von sich hören lassen.
Ich wandte mich an Archer und sagte:
„Wir können nicht noch länger warten! Wir müssen los!“
Archer nickte. Er blickte nachdenklich drein und sagte dann:
„Wir sollten uns trotzdem mal umschauen, vielleicht finden wir ihn ja irgendwo. So groß ist das Krankenhaus nicht.“
„Du hast Recht. Es ist wirklich nicht allzu groß! Okay. Wir schauen uns um.
Und wohin dann? Die Straße die wir her gekommen sind existiert ja nicht mehr.“
Ich schlug eine Karte der Stadt auf.
"Also, wir laufen die Koontz Street entlang und um den See rum. Genau wie der Herweg.
Auf der anderen Seite des Sees angekommen, treffen wir auf die Nathan avenu. Dort laufen wir nach links in Richtung Pleasent River. Sollte dieser Weg blockiert sein, laufen wir in die andere Richtung nach Paleville.
Sollte es dort tatsächlich auch nicht weiter gehen, überlegen wir uns vor Ort wie es weiter geht! Also, gehen wir es an!"
Archer hielt mich am Arm fest, als ich aufstehen wollte und sagte:
"Was ist mit Der Zielperson?"
Ich sah ihn fragend an, doch dann erinnerte ich mich wieder.
"Du meinst Cybill? Vorgestern Nacht kam ihr letzter Bericht kurz vor der Stadt. Bis auf ein einzelnes Zivilfahrzeug, hatte sie nichts gesehen. Kurz danach brach der Funkkontakt zu ihr ab. Wenn sie schon 2 Tage allein hier ist, ist sie längst tot!"
Ich half Archer auf und beide verließen wir den Raum.
"Okay, sehen wir uns zuerst auf dieser Etage um, vielleicht ..."
Ich wurde von einem lauten Aufheulen von Sirenen unterbrochen und wir wussten was nun kommt.
Bevor die Finsternis alles verschlang griff ich nach meiner Taschenlampe. Doch plötzlich tauchte vor mir eine Lichtquelle auf. Mit dem Übergang in die andere Welt tauchte Sunderland plötzlich keine 2 Meter vor uns auf. Wie ein Wahnsinniger schlug er mit einer langen Waffe auf die Wände ein.
Blut spritzte aus diesen und Sunderland verschmierte sich von oben bis unten. Er Schrie, wie ein gequältes Tier. Was immer er sich einbildete. Es musste grausam sein.
Ich sah ihn an und rief:
"Jack! Beruhige dich! Was ist hier los?"
Er sah mich an und begann laut zu lachen.
"Hab ich dich gefunden! Jetzt versteckst du dich in keiner Wand mehr!"
"Jack, was ist denn los mit dir?"
Er grinste mich mit einem Blick an, der dem eines Geisteskranken glich.
"Ich sagte doch du sollst verrecken!"
Er ging mit dieser Waffe auf mich los und ich erkannte, das es die Sense seines Henkers sein musste. Nur abgekürzt.
Ich wich zur Seite aus und schlug ihm mit der Rückseite meines Gewehrs auf den Hinterkopf. Er fiel hart zu Boden und hielt sich diesen, vor Schmerz stöhnend.
Er rollte sich auf den Rücken und sah mich traurig an.
"Bist du gekommen um mich zu befreien? Ich will hier nicht mehr sein! Es gefällt mir nicht!"
Ich zuckte mit den Schultern und sah zu Harper. Dieser nickte.
"Ja, ich werde dich befreien!"
Ich gab Sunderland die Hand und half ihm auf. Wohl wissend, dass er in diesem Zustand eher Balast als Hilfe war.
Als ich nach der Sense griff, ging er einen Schritt rückwärts und umklammerte sie fester. Dann zischte er mich an:
"Lass die Pfoten davon! Das ist meine!"
Ich nickte knapp und wir machten uns auf den Weg.
Wir konnten schon die Türen des Krankenhauses sehen, als die Funkgeräte wieder anfingen zu rauschen. Mir fiel auf, das Sunderland seins verloren haben musste.
Große Gestalten mit langen dürren Armen und Beinen blockierten den Ausgang. Es waren insgesamt 3.
"Ich hab doch gesagt ich will keine Spritzen! Böse Krankenschwestern!"
Sunderland lief auf die Kreaturen zu und bohrte wahnsinnig lachend die Sense im Kopf der ersten.
Er riss diesen Ab und schlitzte ein zweites Monster auf. Das dritte verspritzte eine merkwürdige Flüssigkeit aus einer alten Spritze und traf Sunderland an der Schulter. Er heulte auf und rief:
"AUA! Keine Spritzen! Ich hasse Spritzen!"
Weinend warf er dem Ding die Sense entgegen und spießte sie damit auf.
Er schluchzte noch einen Moment und rieb sich die Schulter. Die Flüssigkeit hatte seinen Anzug zerfressen und einen Teil seiner Haut schmelzen lassen. Es roch nach verbranntem Fleisch, doch Sunderland lachte bereits wieder und rief:
"Ich habe euch alle 3 besiegt! Ihr könnt mir nun keine Spritzen mehr geben!"
Dann stieß er die Türen auf und lief hinaus.
Archer sah mich fragend an.
"Was ist blos mit ihm los? Diese ganze Umgebung scheint ihm kein bisschen mehr zu schaffen zu machen."
Ich sah ihn ernst an und sagte dann langsam:
"Das ... Das ist das Glück der Wahnsinnigen! Sunderland hat scheinbar den Verstand verloren. In diesem Zustand wird er zur Gefahr für uns. Behalte ihn also immer im Auge!
Archer nickte und wir liefen Sunderland hinterher.
Als die Türen des Krankenhauses hinter uns zuschlugen, veränderte sich um uns herum wieder alles. Nebel zog auf und nur wenige Sekunden später war alles wieder wie vorher.
Sunderland stand einige Meter von uns entfernt. Er wippte auf und ab, so als wäre ihm langweilig.
"Wohin gehen wir jetzt?"
rief er uns zu.
"Nach rechts! Die Straße hinunter und um den See rum!"
Er lief vor und wir hatten Mühe mit ihm mit zu halten. Mit einem mal blieb er stehen und wandte sich mit traurigem Blick zu uns um.
"Da kann ich nicht lang!"
Ich sah ihn verwundert an.
„Wieso denn nicht?“
„Na weil da vorn keine Straße ist natürlich!“
Er stöhnte, als hätte er mir gerade etwas offensichtliches erklärt.
Ich bemühte mich etwas zu erkennen. Und tatsächlich. Die Straße auf der wir her gekommen waren, existierte nicht mehr.
„Wo jetzt lang?“
Fragte er mich ungeduldig. Ich schlug erneut die Karte auf und suchte in dieser nach einen Ausweg. Als ich etwas passendes fand, rief ich Archer zu mir.
„Hier! Wir laufen die Konnts Street zurück, dann die Chrichton Street hinauf, über die Brücke in die Altstadt und von dort aus Richtung Süden. Dann am Leuchtturm vorbei. Am Vergnügungspark gibt es eine Straße, die nach Brahms führt! Was besseres fällt mir jetzt nicht ein.
Archer nickte und wir machten uns auf den Weg.
Bis zur Brücke verlief alles Planmäßig. Doch hinter ihr, mussten wir feststellen, dass die Straße nach Süden ebenfalls nicht mehr existierte. Archer trat fluchend gegen eine Wand, doch Sunderland rief munter:
„Was denn? Versuchen wir einfach die nächste! Wird doch bestimmt noch eine geben! Und dann können wir nach hause fahren!“
Ich nickte Archer zu.
„Eine andere Möglichkeit seh ich nicht. Versuchen wir es.“
Wir liefen ein paar Meter und kamen an einem großen Gebäude vorbei, als wir eine Frauenstimme vernahmen.
„Jack! Hilf mir! Bitte hilf mir Jack!“
Es schien aus diesem Gebäude zu kommen. Es war die Balkan Kirche.
Sunderland blieb abrupt stehen.
„Mmmm ... Ma ... Ma ... Marry?“
Archer und ich sahen uns fragend an, doch bevor wir wussten, was überhaupt geschah, rannte Sunderland in die Kirche und schrie:
„Marry!“

8 - Schule der Verdammten

“Jack! Hilf mir! Bitte hilf mir Jack!”
Ich wusste nicht wo ich war. Es war fast so, als würde ich aus einem Traum erwachen.
Doch diese Stimme. Es konnte nur Marrys Stimme sein!
Ohne einen weiteren Augenblick zu verschwenden, lief ich los und schrie:
„Marry!“
Ich stieß die Türen des Gebäudes auf und bemerkte, dass ich mich in einer Kirche befand. Vor dem Altar stand eine junge Frau mit geschlossenen Augen. Es war auf keinen Fall Marry. Diese Frau hatte schwarzes Haar, das ihr über die Schulter fiel. Sie war auch etwas jünger als Marry. Und ein wenig kleiner. Mit geschlossenen Augen stand sie da.
„Denise?“
Sie antwortete nicht, doch nun öffnete sie ihre Augen und kam auf mich zu. Ihr Blick war merkwürdig abwesend und sie humpelte mehr auf mich zu, als dass sie ging. Ich sah, dass sie noch immer die Waffe in der Hand hielt, die ich ihr bei unserer letzten Begegnung gab.
„Denise! Bleib stehen!“
Sie ignorierte mich und humpelte weiter auf mich zu. Ich hob die Sense und machte einen Schritt rückwärts. Sie stand nun direkt vor mir und griff nach meinem Arm. Ich wich aus und versenkte die Sense in ihrer Brust. Mit einem mal war ihr Blick hellwach und sie sah mich erschrocken an. Sie ließ die Waffe fallen und sackte in sich zusammen. Blut tropfte von der Sense und klatschte schwer auf den Boden, wo es zu einer Pfütze zusammen floss.
In diesem Augenblick hörte ich wieder die Stimme dieses Verrückten.
Sie kam von irgendwo über mir.
„HA! HAHA! HAHAHAHAHAHAHA! Oh Jack. Wieso hast du das getan? Sag mir wiesoooooooooo. Wieso musste sie sterben? Kaum hast du deinen Verstand wieder, schon mordest du weiter. Wir haben sie nur betäubt und dann zum Schweigen gebracht, doch was machst duuuuuuuuuuu? Du tötest sie! Aber ich sollte dir danken. Schließlich hast du damit unseren gemeinsamen Freund so stark gemacht, dass er nun auch diese Welt erreichen kann!“
Ich hörte etwas über den Boden kratzen. Dieses Geräusch kam von irgendwo rechts von mir, wo es zu dunkel war um etwas zu erkennen. Doch ich musste es nicht sehen, um zu erkennen, was es war.
„Nein! Das kann nicht sein!“
„Ooooooh doch Jack! Es kann sein! Freust du dich denn überhaupt nicht ihn wieder zu sehen? Sag hallo!
Nun trat er wenige Meter rechts von mir hinter einem der Bänke aus dem Schatten. Mit dem Rücken zum Ausgang ging ich einige Schritte rückwärts. Er trat hinter der Bank hervor und nun sah ich ihn ganz. Seine Arme hatten sich verändert. Sie waren nun deutlich länger und ihre Enden waren zu fleischigen Sensen verkrümmt, welche er über den Boden schliff.
Er griff mich mit diesen, wie mit einer gigantischen Schere an, doch ich hielt seine alte Waffe dagegen. Nur war er deutlich stärker als ich und drücke mich langsam gen Boden.
„Jack runter!“
Augenblicklich ließ ich mich zu Boden fallen und seine Sensen krachten links und rechts von meinem Kopf in diesen. Jeden Moment würde er mir den Hals abtrennen, als eine Salve auf ihn einschlug und nach hinten schleuderte.
Ich sprang auf und rannte los. Als ich draußen war warf ich die Tür hinter mir zu und rief im laufen:
„Wo lang?“
Cater lief ebenfalls los und bemühte sich Archer zu stützen.
Er rief mir zu:
„Die nächste links! Und dann immer die Straße entlang, bis zum See!“
Ich nickte und lief weiter, doch die besagte Straße existierte nicht mehr, also rief ich:
„Weiter zur Nächsten! Es muss doch einen Weg geben!“
Und tatsächlich. Die Levin Street existierte noch, also liefen wir diese entlang. Doch leider konnten wir nicht nach links, da die Bradbury Street ab da ein einziger Krater war.
Cater überlegte kurz und sagte dann:
„Alles klar! Rechts lang! Neben der Schule habe ich auf der Karte einen Eingang zur Kanalisation gesehen und neben dem Vergnügungspark ebenfalls. Von dort aus führt eine Straße nach Brahms!“
Archer schüttelte den Kopf.
„Vergiss es! Harper hatte die Karte der Kanalisation. Ohne die sind wir verloren! Das ist ein gigantisches unterirdisches Labyrinth!“
„Doch es ist unsere einzige Chance hier raus zu kommen!“
Schließlich war auch Harper einverstanden und wir machten uns auf den Weg zum Eingang der Kanalisation, welche sich in der Midwich Street befand.
Wir wollten die Kanalisation gerade betreten, als in der Schule wenige Meter weiter in einem der Räume das Licht eingeschaltet wurde und eine Frau ans Fenster trat. Sie stand nur einen Augenblick dort, dann verschwand sie vom Fenster und es waren Schüsse zu hören.
Ich wandte mich an Cater.
„Sollen wir mal nach schauen?“
„Ich bin auf jeden Fall dafür. Diese Person scheint eine Waffe zu haben und könnte uns somit unterstützen! Je mehr wir sind, desto höher ist die Chance das einer von uns hier lebend wieder raus kommt!“
Also betraten wir das Gebäude. Die Flure waren dunkel. Keine der Lampen funktionierte noch. Im Hauptflur sagte ich:
„Trennen wir uns! Einer geht links lang, der andere rechts! Einer sollte hier warten, für den Fall, dass wer immer da auch das Licht eingeschaltet hat, wieder raus will!“
Archer nickte.
„Das werde ich sein!“
Nun meldete sich auch Cater wieder zu Wort.
„Wie viel Schuss hast du noch?“
„3 volle Magazine und 4 Granaten!“
Er wendete sich zu mir.
„Und du Sunderland?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Nichts. Alles verbraucht, als ich mir das hier besorgt habe!“
Ich hob die Sense in sein Blickfeld.
„Kein Problem! Ich hab noch 5 Magazine!“
Er hielt mir 2 hin.
Ich sah ihn an wie ein Junge, den man gerade bei einer Dummheit erwischt hatte.
„Also weißt du ... ein leeres Gewehr ist doch nur unnötiger Ballast, also habe ich ...“
Er seufzte und steckte die Munition wieder weg.
„Aber die Handfeuerwaffe hast du doch noch, oder?“
„Sicher. “
Er gab mir 3 Magazine dafür.
„Wir treffen uns gleich oben in der zweiten Etage. Sollten wir uns verfehlen, treffen wir uns hier in 20 Minuten wieder!“
„Verstanden!“
Alle 3 nickten wir und trennten uns. Ich ging links entlang, er rechts und Harper wartete. Ich betrat den nächsten Flur. In ihm war nichts besonderes, also lief ich zur Treppe. Kurz vor ihr blieb ich jedoch stehen, weil ich ein Geräusch aus dem Raum links von mir vernahm. Ich sah zur Tür und auf ihr stand In großen Buchstaben: Lehrerzimmer!
Vorsichtig öffnete ich die Tür und betrat den Raum. Hier war es tatsächlich noch dunkler als in den anderen Teilen des Gebäudes. Um überhaupt noch etwas erkennen zu können schaltete ich meine Taschenlampe ein und ging zu einem kleinen Tisch, von dem das Geräusch zu kommen schien.
Es war ein leises Rauschen und ging von einem kleinen Radio aus. Ich nahm es in die Hand und musterte es, als ich einen Kopf mit zerzaustem Haar hinter dem Tisch bemerkte.
„Was macht denn ein Kind an einem Ort wie diesen?“
fragte ich und ignorierte dabei die Tatsache, das dieser Ort eine schule war. Denn in diesem Zustand, erwartete ich in diesem Gebäude alles, nur keine Kinder. Deswegen hätte mir auch klar sein müssen, dass was immer da auch hinter dem Tisch war, kein Mensch war.
Ich streckte meine Hand aus, wich aber zurück, als es mich beißen wollte. Erst als ich einige Schritte zurück ging, wurde sein gesamter Körper vom Schein der Taschenlampe beleuchtet. Nur der Kopf war entfernt menschlich. Der Rest war eine unförmige Masse mit verkümmerten Armen. Es hatte spitze Zähne und statt Augen 2 schwarze Löcher aus denen Blut floss. Irgendwo aus seinem Rücken wuchsen Flügel. Ich war mir sicher, dass es mit diesen unmöglich fliegen konnte, weil von diesen Flügeln kaum mehr als die Knochen übrig waren, doch sollte ich eines besseren belehrt werden, als es sich im selben Moment in die Luft erhob und langsam auf mich zu schwebte.
Rückwärts stolpernd stolperte ich gegen einen Schrank und etwas fiel lautstark zu Boden.
Ich warf kurz einen Blick nach unten und bemerkte, dass ich einen Schwertständer, samt Schwert hinunter geworfen hatte. Einen Moment lang fragte ich mich, was eine solche Dekoration im Lehrerzimmer einer Grundschule suchte. Dann verbannte ich diesen Gedanken jedoch wieder und hob das Schwert auf. Ich zog es aus der Scheide und warf es in Richtung der heran schwebenden Kreatur um sie einen Moment lang auf zu halten. Ich war recht überrascht, als es die Kreatur durchbohrte und an der Wand dahinter aufspießte.
„Verdammt gutes Schwert!“
Ich entschied mich dazu es zu behalten und zog es aus der Wand, an der es die Kreatur aufgespießt hatte. Diese fiel tot zu Boden und im selben Moment hörte auch das Radio auf zu rauschen.
Es musste genauso funktionieren wie mein Funkgerät, also nahm ich auch das Radio als Ersatz für mein zerstörtes Funkgerät mit, schaltete es aber für den Moment aus.
So schnell ich konnte lief ich die Treppe hinauf, blieb aber einige Stufen vor der nächsten Etage stehen. Am oberen Ende der Treppe stand eine Frau. Sie hatte kurzes blondes Haar und trug eine Polizeiuniform. Sie zielte genau auf meinen Kopf, entspannte sich aber etwas als sie sah, dass ich kein Monster war.
„Cybill Bennett? Ich bin Jack Sunderland! Ich bin Mitglied einer Spezialeinheit und wir sind hier um Sie zu suchen! Der Auftrag wurde vom Polizeirevier Brahms an uns weiter gereicht! Ich bin froh sie endlich gefunden zu haben! Weil es keine anderen Wege mehr gibt, laufen wir durch die Kanalisation zum Vergnügungspark und von dort aus nach Brahms! Kommen sie! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“
Ich griff nach ihrer Hand, doch sie hob erneut ihre Waffe. Wie angewurzelt blieb ich stehen. Ich zuckte zusammen, als sie schoss, war aber nicht getroffen. Sie schoss noch ein zweites mal und hinter mir fiel etwas laut auf den Boden. Ich sah mich um und bemerkte, dass sie eins dieser geflügelten Dinger erwischt hatte.
„Danke!“
Sie ging an mir vorbei und sagte dann einige Stufen unter mir:
Bis zum Park haben wir den gleichen Weg. So lang kann ich Sie begleiten. Von dort aus müssen sie aber allein verschwinden. Ich habe im Park noch etwas zu erledigen und muss dann zurück zum Leuchtturm!“
„Ja, aber ...“
Sie ignorierte mich und lief die Treppe hinunter.
Cater tauchte am anderen Ende des Flures auf und ich winkte ihm zu. Ich wollte Cybill hinterher laufen, doch in diesem Moment hörte ich Schüsse. Cater wurde von 4 Dieser Dinger verfolgt. Er schoss 2 in Fetzen, doch das dritte biss ihm in den Arm. Er fluchte und erschoss das vierte. Dann schlug er das Ding mit der Rückseite seines Gewehrs von seinem Arm. Es prallte zu Boden und kreischte laut, doch Cater trat ihm ins Genick und es wurde still. Dann lief er auf mich zu.
„Das verdammte Vieh hat mich gebissen!“
beschwerte er sich, doch er hatte kaum ein paar Kratzer am Arm.
„Nun heul nicht rum! Mich hats viel schlimmer erwischt!“
Ich zeigte ihm die Stelle an meiner Schulte, Wo Haut und Stoff verschmolzen waren. Ich fragte mich was da wohl passiert war, doch ich konnte mich einfach nicht erinnern.
„Ich hab Cybill gefunden! Komm jetzt! Wir müssen los!“
Wir eilten die Stufen hinunter und kamen kurz nach Cybill bei Archer an.
Erneut zu viert verließen wir das Gebäude und betraten die Kanalisation.

So, ich hoffe mal es gibt ein, oder 2 die das bis hierhin durchgehalten haben. Emoticon: beide Augen zukneifen (verschiedene Bedeutungen)
Freue mich wie immer über Kommentare.

~Gruß

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Gepostet am: 3 Juni, 2007 - 16:38 von FaulesFleisch
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is ja schonwieder zu ende ... son bullshit >.< ich will weiterlesen

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So, und weitere 2 Kapitel

Gepostet am: 25 Juni, 2007 - 20:47 von Schattenläufer
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So, und weitere 2 Kapitel von mir. Emoticon: zwinkern #3

9 - Das unterirdische Labyrinth

Wir stiegen eine Leiter hinunter und versammelten uns unten in einem kleinen Raum. Cybill sah uns musternd an.
„Ihr müsst ja Profis sein! Hat man tatsächlich nur 3 Leute geschickt um mich zu suchen?“
Es war Cater der ihr antwortete.
„Nein. Wir kamen hier zu fünft an. Doch Harper und Benson haben es nicht geschafft ...“
Ich meldete mich zu Wort.
„Und deswegen müssen sie uns auch aus dieser Stadt begleiten! Sonst sind die 2 umsonst gestorben!“
Cybill sah etwas traurig drein.
„Der Tod eurer Kameraden tut mir Leid. Trotzdem. Jemand wartet auf mich. Ich habe ihm versprochen zu helfen! Ich kann nicht einfach abhauen!“
Cater nickte.
„Verstehe.“
„Und was machen wir?“
warf Archer ein.
„Ganz einfach! Unsere Mission ist es Cybill Bennett hier raus zu holen. Also begleiten wir sie einfach! So lang kann das, was sie noch zu erledigen hat ja nicht dauern, oder?“
sagte ich an Harper gewandt.
„Sie müssen das nicht tun! Ich komm schon klar!“
„Es ist unsere Aufgabe Sie hier lebend raus zu holen! Und das werden wir auch tun! Also weiter zum Vergnügungspark und dann so schnell wie möglich zum Bot, damit wir es hinter uns bringen können! Ich hab langsam die Schnauze voll von diesem Ort! Aber mal aus reiner Neugier, was haben sie denn hier so wichtiges zu erledigen?“
„Die Tochter eines Freundes retten. Oh, und den Weltuntergang verhindern natürlich!“
„Natürlich.“
sagte ich, als wäre es die normalste Sache der Welt.
Cater und Archer sahen sich einen Moment lang an.
Schließlich sagte Archer:
„Abgedrehte Parallelwelten, bestialische Monster. Mich würds nicht mehr wundern, wenn von diesem Ort hier tatsächlich der Weltuntergang ausgehen würde.“
„Was solls? Erfüllen wir unsere Mission und werden ganz nebenbei Helden!“
warf Cater ein.
„Was ist mit eurem verwundeten Freund ?hier?“
Wir alle 3 fühlten uns angesprochen, da wir alle 3 mehr oder wenige schlimme Wunden hatten. Dann sahen wir Archers Bein, das noch immer so gut wie völlig unbrauchbar war.
„Hey, ich kann laufen!“
Er trat auf und stöhnte dabei.
„Okay, Cater du stützt ihn! Sollten wir rennen müssen helfe ich dir!“
sagte ich und musste e in Gähnen unterdrücken. Im Gegensatz zu den anderen hatte ich noch keine wirkliche Gelegenheit mich auszuruhen.
„Auf gehts!“
Archer sagte mit einem Fragenden Ton:
„Ähm, ich will euch ja nicht den Spaß verderben, aber weiß einer wo lang wir müssen?“
Hinter diesem Raum ging es in mehrere Richtungen weiter.
Cater und ich sahen uns um, um vielleicht etwas zu finden, was auf den Vergnügungspark schließen lies und Archer seufzte.
„Ich hab es euch gleich gesagt!“
Cybill begnügte sich damit, sich mit der Hand an die Stirn zu fassen.
Stumm hielt sie mir eine Karte hin.
„Wo haben Sie ... Ach ist doch eigentlich auch egal. Danke! Okay, wir müssen geradeaus weiter und dann die übernächste rechts! Dann kommen wir nach einigen Metern an eine Leiter nach unten. Wenn wir bis dahin kommen, sehen wir weiter!“
Schweigend liefen wir los.
Als wir an der Leiter ankamen wandte sich Cater an Cybill.
„Können Sie eigentlich nach drüben? Also auf die andere Seite?“
„Stimmt, was wenn wir da sind und sie hier bleibt?“
meinte Archer nachdenklich.
„Was für eine andere Seite?“
fragte Cybill verwundert. Ich übernahm es ihr eine Antwort zu geben.
„Es ist irgendwie hier, aber auch gleichzeitig weit weg. Es sind die gleichen Orte, nur zu Ruinen zerfallen und alles ist in Finsternis gehüllt! Wie eine Parallelwelt!“
Cybill schüttelte den Kopf.
„Harry hat mir etwas ähnliches erzählt, aber nein. Ich kann nicht in diese andere Welt. Und wenn, dann weiß ich nicht wie!“
Archer fluchte:
„Na wunderbar! So eine verdammte Scheiße! Wenn wir wieder drüben sind und sie hier bleibt sind alle Fortschritte fürn Arsch! Naja, eigentlich kann sie sich ja glücklich schätzen. Wenigstens hat sie keinen dieser Gottverdammten Henker am Arsch!“
Im selben Moment, als Archer aufhörte zu reden, begann das Radio zu rauschen und ich hörte wieder dieser verhasste Geräusch.
„Wie gern würd ich dir recht geben.“
sagte ich.
„Los! Die Leiter runter und dann rennen wir wie der Teufel! Sie auch Cybill!“
„Was zur ...?“
begann sie, doch ich unterbrach sie und schrie:
„LOS!“
Wir sprangen mehr hinunter, als das wir kletterten. Ich war als letzter dran. Direkt über meinem Kopf schnitt die Sense durch die Luft. Ich kam unten hart auf und als ich mich wieder aufrichtete, sah ich wie es mit seinem Sensenarm durch die Luke griff, doch diese war zu eng für dieses Monster, also holten wir einen Moment Luft.
„Was zur Hölle ist das für ein Ding?“
wollte Cybill wissen.
Die Decke fing an zu bröckeln und dieses Ding schien nicht mehr lange zu brauchen, um auf diese Etage zu kommen! Ich gab Cybill ihre Karte wieder und lief zu Cater um mit ihm Archer beim Rennen zu stützen.
Dann sagte ich bereits los laufend:
„Das bin ich! Ich erklär es Ihnen später! Jetzt kommen sie, bevor es hier unten ist! Ich muss Archer stützen, Sie lesen die Karte!“
Wir liefen so schnell wir konnten. Wenige Sekunden später hörten wir ein lautes Krachen und wussten, dass wir noch schneller laufen mussten.
„Hier links lang! Dann die Leiter hoch und geradeaus!“
Wir mussten uns beeilen, denn langsam bekam ich das Gefühl, dass mein Henker schneller war, als wir.
Von oben rief Archer mir zu:
„Hey Jack! Wenn wir das hier überleben, erinnere mich daran dir eine in die Schnauze zu hauen!“
„Wieso das denn?“
„Das ist dein Vieh, das uns meucheln will!“
Ich lachte und stieg hinter Cater als dritter die Leiter hinauf, gefolgt von Cybill. Sie rief uns von unten zu:
„Jetzt links und bei der nächsten Möglichkeit rechts!“
Ich reichte ihr meine Hand und half ihr hoch. Wir liefen gerade um die Ecke, als etwas gegen den Boden hinter uns schlug.
„Okay! Jetzt 2 mal links. Dann kommen wir an ein Tor. Sollte es verschlossen sein, ein paar Meter davor ist eine Leiter. Die runter, links und die nächste Leiter wieder hoch!“
Wir liefen so schnell wir konnten. Das Tor war glücklicherweise geöffnet. Als wir auf der anderen Seite waren betätigte ich einen Schalter und das Tor krachte lautstark zu Boden und es wurde automatisch verriegelt.
„Das dürfte uns einige Sekunden geben!“
„Weiter geradeaus! Dann links und die übernächste rechts! Geradeaus und die Leiter am Ende des Ganges hoch! Dann sind wir im Park!“
Wir liefen den Gang entlang, bis zur nächsten Abzweigung. Mein Henker war am Tor angekommen. Dutzende male schlug er dagegen, doch es hielt stand. Durch den Schein meiner Taschenlampe erkannte ich, dass das Tor einige Dellen abbekommen hatte, aber dennoch hielt. Mit einem mal ließen die Schläge nach.
„Scheint als hätte er aufgegeben!“
murmelte Archer.
Erneut fing das Radio an zu rauschen und wir blickten uns um.
„Da!“
rief Cater.
Es war eine Art Schatten, der sich an der Wand entlang schob. Es hatte eine menschliche Form, doch das was diesen Schatten werfen sollte fehlte. Cater feuerte darauf, doch dieses wanderte unbeeindruckt weiter an der Wand entlang. Dort blieb es noch einen kurzen Moment und verschwand dann zusammen mit dem Rauschen. Wir entspannten uns ein wenig und ignorierten es, als Funkgeräte und Radio erneut anfingen zu rauschen. Doch plötzlich krachte etwas gegen die Luke im Boden neben uns.
„Verdammt! Er hat einen anderen Weg gefunden!“
Erneut rannten wir so schnell wir nur konnten. Erst links um die Ecke und dann geradeaus. Irgendetwas musste ihn geschwächt haben, denn wir hörten ihn erst aus dem Boden hervor brechen, als wir bereits die letzte Abzweigung nahmen und schon die Leiter sehen konnten. Nur wenige Schritte vor dieser hörten wir eine Stimme. Sie drang durch die Luke im Boden und kam aus der Etage unter uns.
„Daddy? Bist du das, Daddy?“
Cybill stockte.
„Cherryl?“
Sie rief uns zu:
„Haltet es auf! Das da unten muss Harrys Tochter sein!“
Cater nickte, während Archer sagte:
„Beeilen sie sich! Wir halten dieses Ding so lang wie möglich auf!“
Ich zog meine Handfeuerwaffe und Cater und Archer zielten mit ihren Gewehren in den dunklen Gang, aus dem jeden Moment mein Henker erscheinen könnte. Es vergingen einige Sekunden ohne Antwort von Cybill. Doch plötzlich hörten wir einen dumpfen Schlag und etwas laut zu Boden fallen.
„Verdammt! Ich gehe nachsehen! Haltet die Stellung so lang wie möglich!“
sagte Cater und stieg die Leiter hinunter. Im selben Moment als er verschwunden war, tauchte das Monster am Ende des Gangs auf. Ich rief:
„Cater beeil dich! Wir haben Besuch!“
Langsam kam es näher. Als es nah genug war eröffneten wir das Feuer, doch verlangsamten wir es nur ein wenig. Archer lud gerade eine Granate in sein Gewehr, als von hinter uns eine solche angeflogen Kam und das Monster zurück warf.
„Los! Raus hier!“
rief Cater und lud eine neue Granate in sein Gewehr.
„Was ist mit Cybill? Ist sie in Ordnung?“
wollte Archer wissen.
„Keine Ahnung! Sie ist verschwunden!“
„Suchen wir sie denn nicht?“
„Viel Spaß! Das da unten ist ne verdammte Sackgasse! Und jetzt macht, dass ihr hier raus kommt!“
Wir stiegen so schnell es ging die Leiter hoch. Erst Archer, dann Cater und dann ich. Von oben sah ich noch einmal zu meinem Henker und merkte, dass er bereits wieder versuchte aufzustehen. Die Leiter endete in einem kleinen Haus. Wir rannten hinaus und Cater feuerte eine Granate auf dieses. Es wackelte wie eine Holzhütte im Wind. Archer feuerte eine zweite ab und das Haus fiel in sich zusammen.

10 - Unser spezieller Ort

Als wir die Straße entlang liefen, bemerkte ich das Lakeview Hotel rechts von uns. Ich erinnerte mich an das War Marry einst sagte.
„Wenn ich noch einmal nach Silent Hill gehe, dann will ich wieder in dieses Hotel! Es war so schön von dort aus aufs Wasser zu schauen!“
Neben dem Weg der zum Hotel führte, hielt ich an.
„Cater, Archer. Ich kann nicht weiter mit euch mit!“
Beide sahen mich erschrocken an.
„Was ist los? Kannst du nicht mehr laufen oder was? Reiß dich zusammen Mann!“
brüllte mir Archer ins Gesicht.
„Nein. Ich suche auch jemanden in dieser Stadt. Ich meldete mich freiwillig um sie zu finden. Ich bin mir sicher, das sie im Hotel ist! Außerdem, ist mein Henker in dieser Welt! Ihr seid unnötig in Gefahr, so lang ihr euch in meiner Nähe aufhaltet!“
Cater legte mir eine Hand auf die Schulter.
„Meinst du diese Marry?“
Ich nickte stumm.
„Gut. Schauen wir uns kurz im Hotel um. Maximal eine halbe Stunde. Dann geht’s weiter zum Vergnügungspark! Einverstanden?“
Archer nickte und ich tat es ihm gleich.
„Cater, Archer ... Danke! Es war ihr spezieller Ort! Wenn sie in dieser Stadt ist, muss sie dort sein!“
Ich ging voran und die beiden folgten mir dichtauf.
In der Eingangshalle stand eine große Spieluhr.
Sonst war nichts interessantes in diesem Raum, also gingen wir die Treppe hinauf.
„Wo lang jetzt?“
Cater sah mich fragend an.
„Ich bin mir nicht ganz sicher. Marrys Zimmer war in der obersten Etage. Also sollten wir eine Treppe nach oben suchen!“
Beide nickten.
„Versuchen wir es erstmal links!“
Es war ein kleiner Raum. Geradezu eine Tür, linke Hand ein Fahrstuhl und rechts ging ein kleiner Gang weiter.
Cater drückte mehrere male auf den Fahrstuhlknopf, doch nichts tat sich.
„Zwecklos. Der Fahrstuhl hat keinen Strom!“
Archer versuchte die Tür geradezu, doch die ließ sich nicht öffnen.
Ich bog in diesen kleinen Gang und fand 2 Türen vor, jedoch beide verschlossen.
Mit einem mal hörten wir eine Melodie. Sie kam aus dem Hauptraum.
Einen Moment lang tauschten wir Blicke aus, dann betraten wir diesen wieder. In dem Moment als wir die Tür öffneten, schloss sich die Tür auf der Anderen Seite des Ganges.
Die Melodie ging von der Spieluhr aus, also liefen wir die Treppe hinunter und untersuchten diese. An der Rückseite befand sich eine Öffnung, aus der scheinbar etwas genommen wurde. Einen Moment lang überlegte ich, wer das eben gewesen sein könnte.
„Wollen wir hinterher?“
Einen Moment lauschte ich noch der Melodie aus der Spieluhr. Irgendwie wirkte sie beruhigend. Ich schloss die Augen und atmete tief durch.
„Ja. Gehen wir!“
Oben angekommen wandten wir uns nach rechts und durchschritten die Tür. Tatsächlich befand sich direkt neben uns eine Treppe, die nach oben führte. Ich hörte eine Tür knallen und wir zuckten alle 3 zusammen. Wenige Sekunden später kam von oben das Mädchen angelaufen, dass ich im Krankenhaus sah. Tränen liefen ihr Übers Gesicht und sie wollte mich beiseite schubsen. Ich hielt sie fest und fragte:
„Was ist denn los? Wieso weinst du?“
„Marry!“
schluchzte sie.
„Was ist mit ihr? Ist ihr etwas passiert?“
„Sie ist tot!“
rief sie mir direkt ins Gesicht.
„Dieser verdammte James hat sie getötet! Ich hasse ihn! Ich hasse ihn dafür, dass er mir Marry weggenommen hat!“ Dann entriss sie sich meinem Griff und rannte durch die Tür aus der wir gekommen waren.
„James?“
flüsterte ich.
„Das kann nicht sein! Er liebt Marry! Nie könnte er ...“
Ich schüttelte den Kopf.
Doch zum Nachdenken blieb mir keine Zeit. Das Gebäude um uns herum veränderte sich erneut. Doch dieses mal war es anders. Es wurde nicht dunkel, kein Blut an den Wänden, nichts. Es wirkte plötzlich nur alles alt. Verlassen ... Einsam. Wasser tropfte von der Decke und sammelte sich am Boden zu kleinen Pfützen.
So schnell ich konnte lief ich die Treppen hinauf, doch sie endeten in einer Wand. Hinter dieser hörte ich eine Tür zuklappen und dann eine Stimme. Es war eindeutig die von James!
„Marry.“
Ich klopfte gegen die Wand, doch James schien mich nicht zu hören. Einige Sekunden später, hörte ich das Geräusch eines Fahrstuhls. Ich wollte mich gerade gegen die Wand stemmen, als ich eine altbekannte Stimme vernahm.
„Jaaaaack? Was machst du hier? Dies ist nicht deine Welt! Nicht eure! Sie gehört James. Niemand anderem als deinem Bruuuuuuuuuuuder! In euch sieht es viel interessanter aus! So auch eure Welt! James ist verdammt einsam. Also ist seine Welt auch sooooooooo. Der arme James. In dieser Welt. Völlig alleingelassen. So einsam. So langweilig! Hast du es nicht gemerkt? Eure Welt wurde für eure Gruppe geschaffen. Jedes mal, wenn einer starb, veränderte sie sich!“
Ich dachte einen Moment über seine Worte nach. Dann musste ich feststellen, dass er Recht hatte. Bei Benson konnte ich es noch nicht beurteilen, weil ich noch nicht viel von dieser Welt sah. Aber nachdem Harper starb, hätte es mir auffallen müssen! Diese andere Welt! Das war unser innerstes! So sollte es in James aussehen? Mit einem mal tat er mir Leid. Vermisste er Marry so sehr, dass es so in ihm aussah?
„Oooooh Jack. Du bist zwar viel interessanter als er, aber ich sehe, dieses Schauspiel neigt sich dem Ende zu! Ich möchte es in Ruhe genießen, also verschwinde! Wenn ihr brav von hier verschwindet, warte ich vielleicht, bis ich euch in eure Welt schicke! Es liegt bei dir. Ganz allein bei diiiiiiiiiiiir! Deine 2 Freunde freuen sich sicher nicht, wenn sie der anderen Seite wieder begegnen!“
Ich konnte nichts gegen ihn ausrichten, also musste ich tun was er verlangte, denn ich konnte Cater und Archer da nicht noch mehr mit hinein ziehen.
„Gut, ich gehe! Aber wenn James etwas passiert, dann nimm die Beine in die Hand und versuch zu fliehen, denn dann werde ich dich suchen und töten!“
Ein wahnsinniges Lachen war zu hören.
„Ich nehme deine Herausforderung mit Freuden an! Auf bald, Jack! Auf baaaaaaaaald!“
Ich lief die Treppe hinunter, wo die anderen warteten.
„Was ist los?“
wollte Harper wissen.
„Marry ist nicht hier. Gehen wir!“
Beide sahen sich verwundert an, folgten mir dann aber.
Wir liefen die Treppe der Haupthalle hinunter hinunter, doch auf halber Strecke begann das Radio wieder zu rauschen. Ich sah links über das Geländer und erblickte ein gigantisches Monster. Einen Moment lang versuchte ich mich zu erinnern, woher ich dieses kannte, doch dann fiel es mir wieder ein. Dieses Ding sah ich vor dem Brookhaven Krankenhaus. Es folgte dem Mann mit der grünen Jacke. Nun bestand kein Zweifel mehr daran, dass dieser Mann James gewesen war.
„James ... ist das ... dein Henker?“
Cater zielte mit seinem Gewehr auf diesen Pyramidenkopf und ich wollte es ihm gleich tun, doch dann fielen mir die Worte dieser Wahnsinnigen Stimme wieder ein. Ich legte meine Hand auf den Lauf seiner Waffe und drückte diese nach unten.
Fragend sah er mich an und ich sagte:
„Das geht uns nichts an. 3 Dieser Viecher im Nacken reichen mir. Los, gehen wir zum Vergnügungspark!“
James` Henker verschwand durch die Tür und mit ihm das Rauschen. Einen Augenblick lang stand ich noch da und sah ihm hinterher. Dann verließ ich mit den anderen das Hotel. Marrys speziellen Ort.

Zum Verständniss von Kapitel 10:
~SPOILER~
Ich weiß, dass es am Ende das echte Lakeview ist. Jack weiß das aber nicht. Für ihn war das Gebäude, das er betreten hat das Echte und das danach die Parallelwelt.
Zur Stimme: Inzwischen wissen wir, dass dieser Kerl mit Jack spielt und ihm einen Mischmasch aus Wahrheit und Lügen auftischt. In diesem Falle
Wahrheit: Sie befanden sich in der Illusion von James
Lüge: Sie waren am Ende darin.

So, falls wer was nit verstanden hat einfach fragen ... (falls das überhaupt noch wer liest! Emoticon: verrücktes Gesicht (oder auch wie X-D))

Ansonsten freue ich mich wie immer über massig viele Kommentare (Emoticon: verrücktes Gesicht (oder auch wie X-D)) und werde bald weitere Kapitel onstellen

~Gruß

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Entweder bin ich etwas

Gepostet am: 30 Juli, 2007 - 18:27 von FaulesFleisch
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Entweder bin ich etwas durcheinander oder du bist es. In der geschichte wird erwähnt das Harper tot is und 2 Sätze später unterhält sich jemand mit ihm. *seltsamfind*

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Gepostet am: 24 November, 2007 - 13:34 von Schattenläufer
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Mh, weiß grad nicht was du meinst *nochmal gelesen hab*
Sag mir die Stelle einfach nochmal, dann sag ich dir, ob ich mich verschrieben hab oder wie es gemeint war. Ich hatte mal wieder ne ziemlich lange Pause. Falls jemand zwischenposts macht, oder 2Shy mir Doppelposts erlaubt werde ich den gesamten Rest danach Uppen. Sind ja nimmer viele.

Kapitel 11: Ort der Freude, des Spaßes und des Todes

Auf der Straße sah ich mich noch ein mal um. Das Hotel war noch immer in diesem Zustand, während der Rest um uns herum mehr oder weniger normal war. Zumindest normal für diesen Ort. Ich sah für einen Moment zu Boden
„James .... pass auf dich auf!“
„Hast du was gesagt?“
Als ich wieder aufsah bemerkte ich Cater nur wenige Schritte vor mir stehen.
„Nein. Lasst uns aufbrechen. Ich will hier endlich weg. Ich könnte morden für nen Bier, ne Dusche und dann ein weiches Bett!“
Beide lachten. Archer sagte grinsend:
„Lass das mit dem Morden lieber! Dieses verdammte Vieh macht uns so schon genug Probleme!“
Sein Blick wurde wieder ernst, als er weiter sprach:
„Wenn ich das hier überlebe, quittiere ich gleich Morgen den Dienst! Wie schaut es bei dir aus Cater?“
„Ich bleibe dabei!“
Archer sah ihn erschrocken an.
„Was? Und riskieren nochmal in so eine Stadt geschickt zu werden? Sicher, wir alle sollten bereit sein zu sterben. Gefahr ist unser Job, aber doch nicht so! Außerdem glaube ich nicht, dass ich noch einmal den Abzug betätigen kann, wenn ich auf einen Menschen ziele. Wenn ich dafür hier landen werde.“
Cater schüttelte den Kopf.
„Wenn das hier die Hölle ist und wir für unsere bisherigen Taten schon hier gelandet sind, dann glaube ich, macht es keinen Unterschied mehr, wenn wir von jetzt an nichts mehr machen, womit wir Schuld auf uns laden. Wie hat dieser Kerl gesagt? Wir sind alle Mörder und wir sind hier, weil wir unzählige Leben auf dem Gewissen haben!
Ich werde weitermachen. Vielleicht kann ich Unschuldige retten und wenn mir eh ein Platz in dieser Hölle sicher ist, kann ich auch genauso gut meinen Job behalten!“
Archer nickte.
„Vielleicht hast du Recht. Aber ich will dennoch nichts unversucht lassen, um diesen Ort nie wieder sehen zu müssen! Was sagst du dazu, Jack?“
„Ist doch egal. Ich weiß nicht, was ich mache, wenn ich hier rauskomme. Im Moment beschränke ich mich darauf hier raus zu kommen. Über alles andere denke ich später nach. Lasst uns gehen!“
Archer wollte ein paar Schritte machen, doch dann stöhnte er vor Schmerz und brach zusammen.
„Ah! Mein verdammtes Bein brennt wie die Hölle!“
Ich ging zu ihm und kniete mich neben seinem Bein hin.
„Ich schau es mir mal an!“
Mit meinem Messer trennte ich das zerrissene Hosenbein ab. In dem Moment als ich die Wunde sah, ließ ich das Messer fallen. Sein Bein war regelrecht zerfetzt.
„Gott! Wie konntest du damit weiter machen? Ein Wunder, dass du noch nicht verblutet bist! Alles andere kann jetzt warten!
Cater! Wir müssen Ihn hier raus schaffen! Wo ist die nächste Möglichkeit aus dieser Stadt zu verschwinden? Er muss so schnell wie möglich in ein Krankenhaus!“
Ich nahm mir mehrere Binden und wickelte sie um Archers Bein, während dieser vor Schmerz stöhnte.
In der Zwischenzeit suchte Cater auf seiner Karte nach einem Ausweg.
„Ich habe hier etwas. Direkt neben dem Vergnügungspark!“
„Gut, versuchen wir es! Bereit für eine kleine Wanderung, Archer?“
Dieser nickte, sichtlich erleichtert darüber, dass ich mit dem Verbinden endlich fertig war.
„Tu mir nur einen Gefallen und verlang keinen Dauerlauf, Sunderland!“
Ich sah ihn grinsend an.
„Würde ich doch nie tun!“
Wir liefen am Vergnügungspark vorbei und bogen in die Straße ein, die aus der Stadt führen sollte. Sie schien tatsächlich noch begehbar zu sein.
Nach einigen Metern erreichten wir ein Schild. Auf diesem war der Toluca Lake zu sehen. In großen weißen Buchstaben stand darauf geschrieben:

Wir würden uns freuen
Sie bald wieder hier
in Silent Hill
begrüßen
zu dürfen
!
~Lakeview Hotel Silent Hill~

„Sieht so aus, als hätten wir´s geschafft!“
meinte Cater erleichtert.
„Und jetzt nichts wie weg von diesem verdammten Ort!“
fügte Archer hinzu.
Ich wollte ebenfalls etwas sagen, doch in diesem Moment ertönte wieder das altbekannte ohrenbetäubende Geräusch von Sirenen.
„NEIN!“
schrie Archer entsetzt, als sich alles veränderte und die Straße direkt vor unseren Augen verschwand und einem gähnenden Abgrund wich.
Natürlich ließ “seine“ Stimme nicht lang auf sich warten.
„Oooooooh, ihr armen Narren! Habt ihr geglaubt, wir würden euch so einfach gehen lassen? Ihr kommt hier nicht mehr raus!“
Die Stimme schien fast aus den Bäumen am Wegesrand zu flüstern, doch mit einemmal war sie wieder verstummt.
Archer begann zu fluchen.
„Wunderbar! Einfach wunderbar! Jetzt sitzen wir ganz schön im Dreck, Freunde! Sagt schon, was wollen wir jetzt tun?“
Cater zuckte mit den Schultern.
„Warten wir einfach, bis es sich erneut verändert und dann verschwinden wir!“
Das Geräusch ihrer Funkgeräte und das meines Radios kündigte an, dass Caters Plan bei der Durchführung nun um einiges schwerer wurde.
Links von uns tauchte Archers Henker auf. Rechts von uns meiner und direkt geradeaus der von Cater.
Das brummende Geräusch seiner Kettensäge war schon lauter zu hören, als das Rauschen unserer Geräte.
„Zum Park?“
fragte Archer flüsternd.
„Zum Park!“
kam von Cater und mir zeitgleich zurück. Ich sah nach rechts, und erblickte einen kleinen Weg, der direkt zum Park führen würde.
„An deinem, oder an meinem vorbei?“
fragte ich an Cater gewandt.
„An meinem! Deiner ist zu stark!“
Cater feuerte eine Granate in die Richtung des Gesichtslosen und sofort rannten wir los. So gut es ging stützten wir Archer beim Rennen.
Vorbei an dem zu Boden gegangenen Henker und dann die Straße entlang auf der wir hergekommen waren. Auch wenn sie dieser kein Stück mehr ähnelte.
In dieser Finsternis, von Schreien und Blut erfüllt, wirkte der große leuchtende Eingang des Parks gruseliger als alles andere.
Die Henker schienen uns nicht zu folgen, also ließen wir uns etwas Zeit zum Umsehen.
Sofort fielen mir diese großen rosa Hasen auf.
„Da hast du deine Stofftiere!“
dachte ich grimmig und erinnerte mich dabei an das, was ich auf dem Weg vom Revier zum Krankenhaus gedacht hatte.
Mit einem mal machte sich unsere Gerätschaft wieder bemerkbar.
Von überall her tauchten Kreaturen auf. Sie wirkten wie riesige Fledermäuse, denen man die Haut abgezogen und den Kopf abgeschnitten hatte. Lange dünne Zungen hingen schlaff aus ihren Mäulern, begannen aber wie wild durch die Luft zu peitschen, als ihre Besitzer uns mit ihren blutroten Augen erblickten.
Cater sah sich um und sagte:
„Ich zähle ein gutes Dutzend. Und ihr?“
„Ich sehe 11!“
erwiderte Archer.
„15.“
korrigierte ich ihn und deutete auf 4 im Schatten befindliche Gestalten.
Cater schob ein neues Magazin in sein Gewehr und lud die vorletzte Granate. Ich nahm Sense und Schwert zur Hand und sagte an die anderen gewandt:
„Hey Jungs, das hier ist doch ein Vergnügungspark, richtig? Also vergnügen wir uns!“
Cater und Archer schossen die meisten der Kreaturen in Fetzen. Die wenigen, die uns fast erreichten übernahm ich. Gefolgt von schneidenden Geräuschen streckte ich sie nieder. Als ich auf den Boden sah bemerkte ich, dass sich noch eins dieser Wesen bewegte.
„Verdammt! Wie zäh sind diese Dinger?“
Cater sah sich um und als er keines mehr erblicken konnte sagte er:
„Tritt ihm ins Genick, das gibt ihnen den Rest!“
„Das verdammte Vieh hat nicht mal einen Hals!“
rief ich zurück. Ich nahm mein Schwert und teilte dieses Monster längs in 2 Hälften. Endlich hörte es auf sich zu bewegen.
„Das war alles?“
fragte Archer überrascht. Cater sah sich um und zuckte mit den Schultern.
„Scheint so. Los weiter! Wenn wir uns beeilen sind wir in 5 Minuten auf der anderen Seite!“
Wir liefen so schnell wir konnten und waren sogar schneller als gedacht am anderen Ausgang des Parks. Ich konnte den Parkplatz und die dahinter liegende Straße sehen. Scheinbar gab es doch ein Entkommen aus dieser Stadt.

Kapitel 12: Der Abschied

Archer sah fragend zu Cater.
„Was, wenn es überall so ist? Ich meine ... Was, wenn wir die Stadt verlassen und sich nichts verändert? Irgendwie kann ich nicht glauben, dass dies nun das Ende ist!“
Cater ging einige Schritte über den Parkplatz und sah sich nach etwas um. Er fand einen kleinen Stein und hob diesen auf.
„Was hast du vor?“
fragte ich ihn. Seine Antwort war lediglich:
„Das werden wir gleich sehen!“
Er ging zu einem kleinen Schild auf dem stand:

Sie verlassen nun Silent Hill

Einige Meter vor diesem blieb er stehen und warf den Stein.
In der Sekunde, als er das Stadtschild passierte, verschwand er.
„Es scheint nur für diese Stadt zu wirken. Vermutlich geht es dahinter normal weiter!“
Cater stützte Archer und wollte gerade durch dieses “Portal“ gehen, als ich ihm von hinten auf die Schulter fasste. Er wandte sich zu mir um und sah mich fragend an.
„Was ist?“
„Ich bleibe hier!“
Archer wandte sich erschrocken zu mir um.
„Hast du denn dein letztes bisschen Verstand verloren? Hier wartet niemand auf dich, bis auf diesem verdammten Henker! Mach jetzt keinen Scheiß und komm mit!“
Ich schüttelte den Kopf.
„Ist mir egal. Und wenn dieser Hundesohn von Sensenmann mich hier in Fetzen reißt. Ohne Marry geh ich nicht!“
Cater seufzte.
„Alles klar. Pass auf dich auf Kumpel. Geh und such sie! Aber pass auf, dass du heil wiederkommst. Ich setze in der Zentrale für euch beide einen Kaffee auf. Oder mag sie lieber Tee?“
Ich erlaubte mir ein Grinsen.
„Kaffee ist in Ordnung. Aber für mich lieber ein Bier!“
Er nickte und schickte sich an mit Archer das Schild zu passieren, doch dieser stockte. Er nahm seine Waffe und gab sie mir. Zusammen mit seinen letzten Magazinen und Granaten.
„Hier! Wenn wir hier raus sind, brauchen wir die vermutlich nicht mehr!
Ich hoffe du wirst sie auch nicht brauchen, aber zur Sicherheit! Komm heil zurück! Seit Beginn dieser Mission sind zu viele gute Männer gestorben!“
Ich nickte, doch als ich sah, dass auch Cater mir seine Waffe geben wollte, schüttelte ich den Kopf.
„Ihr wisst nicht, ob das wirklich der Ausgang aus dieser Hölle ist.
Wenigstens einer von euch sollte voll bewaffnet bleiben!“
Einen Moment lang sah er mich an, dann hängte er seine Waffe wieder um und sagte:
„Stimmt. Sollte dahinter der Gesichtslose warten, würd ich nicht gern nackt dastehen.“
Er ließ Archer kurz zu Boden und reichte mir seine Hand. Ich ergriff diese und drückte so fest zu, wie ich konnte.
„Pass auf dich auf!“
„Du auch! Wir sehen uns, wenn ich zurück bin!“
Er half Archer wieder auf und beide schritten durch das Portal.
Wie als wären sie verschluckt worden, verschwanden sie plötzlich.
Die nun herrschende Stille war ohrenbetäubend.
Ich sah mich um. Alles wirkte leer, verlassen und dunkel. In diesem Moment, wäre ich vermutlich sogar für “seine“ Stimme dankbar gewesen. Doch die, die ich dann vernehmen sollte, war mir um einiges angenehmer.
„Jack?“
Es kam aus einem Lautsprecher.
„Marry!“
Entfuhr es mir.
„Ich bin hier im Vergnügungspark, Jack! Bitte, lass mich nicht allein! Hilf mir, Jack!“
Ich nickte und vergaß dabei wohl, dass Marry mich in diesem Moment nicht sehen konnte.
Dann zog ich das Magazin aus Archers Waffe.
„Noch halb voll.“
meinte ich zufrieden.
„Dann kann es ja los gehen!“
Ich lud das Magazin wieder in die Waffe.
„Marry ... Ich werde dich nie wieder allein lassen!“
Noch einmal sah ich mich um. Doch Cater und Archer waren verschwunden. Wenn ich Marry nicht finden könnte, bevor mich dieses Monster fand – und das würde es ganz sicher – würde ich beide nie wiedersehen. Ich hoffte, dass die beiden es wirklich geschafft hatten und lief mit der Waffe im Anschlag los. Zurück in den Park. Auf der Suche nach Marry.

________________________________________________________________________________

So, s viertletzte Kapitel geschafft. Es neigt sich langsam dem Ende zu. Emoji (Europa): lachen
Sry, dasses so kurz ist. Ich geb mir Mühe, dass die nächsten länger werden!!!
~Gruß Schattenläufer

Ps: Der Anhang ist schon alt. Emoji (Europa): lachen
~Gruß Andi/Schattenläufer

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Ich bin jetzt gerade beim

Gepostet am: 24 November, 2007 - 15:08 von Mighty
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Ich bin jetzt gerade beim zweiten Kapitel. Der Anfang ist sehr stimmig, ich kam aber bisher nicht dazu die ganze Geschichte zu lesen.
Das erinnert mich daran das ich ja auch noch weiterschrieben muss...

Schön, mal wieder was von dir zu hören!!1

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Und nochmal 2

Gepostet am: 24 November, 2007 - 18:29 von Schattenläufer
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Erstmal herzlichen Dank für den Zwischenpost.
Und auch danke fürs Lob. Ich geb mir halt Mühe. Emoticon: beide Augen zukneifen (verschiedene Bedeutungen)
Hier kommen nu 2 weitere Kapitel:

Kapitel 13: Die Suche nach Marry

Wenn man nur durch den Park hindurch lief, wirkte er recht klein. Doch nun, wo ich ihn Meter für Meter absuchte, war er gigantisch. Seltsame Linien zogen sich überall über den Boden. Ich fragte mich, was diese bedeuten mochten, doch dann verbannte ich diesen Gedanken wieder. Ich hatte jetzt wichtigeres zu tun, als Linien auf dem Boden zu deuten. Aus irgendeinem Grund hielten sich keine Monster in meiner Nähe auf. Gelegentlich rauschte das Radio, doch nie kam mir eins dieser Dinger zu nah, fast so als würden sie mich gar nicht bemerken ... oder umgehen?
Eigentlich war es mir nur recht so. Trotzdem blieb ich wachsam, denn ich hatte keine Ahnung, wie lang diese Dinger vorhatten mich zu ignorieren. Mit einem mal war ein tiefes Seufzen zu hören.
„Jaaaaaaaack? Sag nicht du bist noch immer hier, obwohl wir dir die Möglichkeit gaben zu verschwinden? Daaaaaaaaaaas war deine einzige Chance, Jack. Versteeeeeeeeehst du es denn nicht? Marry ist nicht hier. Sie ist es nicht und war es nicht! Das, was du hörst ist lediglich deine Einbildung, nur deine Fantasieeeeeeeeeeeeeee! Egal. Denn nun wirst du hier sterben!“
„Halt dein Maul du verdammtes Stück Scheiße!“
keifte ich ins Leere.
„Du kannst es nicht kapieren, nicht wahr? Deine Lügen ... Ich habe dir keine einzige davon geglaubt! Wieso versuchst du es immer wieder? Ich werde nun sterben? Das hast du doch schon mal gesagt! Doch schau mich an. Ich bin noch hier! ICH LEBE NOCH! Und du verfluchter Wahnsinniger wirst nichts daran ändern können!“
„Oooooh. Mit einem Mal so selbstsicher, Jack? Wie du meinst, Jack, wir werden seeeeeeeeeeehen.“
Mit einem mal setzte das Rauschen meines Radios wieder ein. Dutzende Monster kamen aus allen Ecken gekrochen. Diese verfluchten Spinnen, die geflügelten Monster und auch Hunde, wie ich erst einen von ihnen sah, tummelten sich nun um mich herum. Auch Kreaturen, deren Art ich vorher nicht gekannt hatte, krochen und liefen nun auf mich zu.
„Ich kann nichts daran ändern, da hast du recht. Aber wie sieht es mit iiiiiiiiiiiiiiihnen aus? Können sie etwas daran ändern?“
„Das ist alles? Ein Aufgebot an Ungeziefer? Entschuldige, ich habe mich getäuscht. Du kannst sehr wohl etwas daran ändern. Denn wenn du nicht bald die Schnauze hältst, bringt mich dein blödes Gelaber noch um! Also muss ich sie dir wohl oder übel stopfen. Leider bist du Memme zu feige dich mir zu zeigen. Du bist erbärmlich! Ich kann mir vorstellen, wie du dich irgendwo versteckst und dich ganz groß fühlst, weil du Pfeife dich in Sicherheit wiegen kannst!“
Ich lachte so laut ich konnte.
„Du verdammter Versager. Markierst hier den Dicken. Ich wette, du hast von deinen Eltern, sofern du denn welche hattest, nie genügend Aufmerksamkeit bekommen! Gott, du tust mir ja schon fast Leid! Deswegen werde ich versuchen nicht ganz so grausam zu sein, wenn ich vor dir stehe und dir das hier in den Arsch ramme!“
Ich hob meine Sense hoch in die Luft und vermutete einfach er würde sie sehen.
Als er mir antwortete schwang deutlich Ungeduld in seiner Stimme mit.
„Soooooo, du willst also dass ich still bin, ja? Nun gut! Vorbei die Zeit des Redens. Leb Wooooooooooooohl, Jack!“
Als seine Stimme verstummte, begannen sich die Kreaturen schneller zu bewegen und kamen nun direkt auf mich zu.
Einer dieser Hunde kam schneller als die anderen auf mich zu.
„Komm nur her. Ich mach ne Chinapfanne aus dir!“
Er sprang auf mich zu. Ich wich zur Seite aus und rammte ihm meine Sense in die Seite, wodurch ich ihn aufschlitzte und er tot zu Boden fiel.
„So, wer ist der nächste?“
Scheinbar wollten alle der nächste sein, so drückte ich mich an die nächste Wand und hob das Gewehr.
„Mit freundlichen Grüßen von meinem altem Kumpel Archer!“
rief ich und feuerte, was das Zeug hielt. Unzählige dieser Kreaturen fielen den Kugeln zum Opfer, doch als das Magazin leer war, waren noch immer mehr als genug da.
Sie waren zu nah, als dass ich eine Granate hätte abfeuern können. Also lud ich so schnell wie möglich ein volles Magazin in das Gewehr und feuerte weiter. Sie waren zwar zäh, aber nicht besonders schlau. Keines von ihnen versuchte den Kugeln auszuweichen und so stand ich bald wieder allein da. Nur dieses mal auf einem Schlachtfeld.
Das erneute Rauschen meines Radios und das Kratzen von etwas schwerem über den Boden, verriet mir jedoch, dass ich nicht lang allein bleiben sollte.
„Du schon wieder? Entweder du stehst auf Schmerzen, oder du bist einfach nur dumm!“
Von meinen Worten unbeeindruckt kam der Sensenmann näher. Ich zuckte mit den Schultern und sagte:
„Wie du willst.“
Ich warf die Waffe die ehemals ihm gehörte in seine Richtung. Mehr durch Zufall, als durch Können bohrte sie sich in seine Brust und er wurde zurückgeworfen. Einen Moment taumelte er rückwärts. So schnell ich konnte rannte ich auf ihn zu und zog dabei das Schwert. Mit einer einzigen gleitenden Bewegung trennte ich seinen Unterkörper ab und beide Hälften fielen zu Boden.
Während er zuckend anfing sich zu regenerieren, zog ich die Sense aus seiner Brust. Scheinbar konnte er sich nicht bewegen, während er regenerierte.
Ich sah ihn noch einen Moment lang an, dann wurde mir bewusst, dass er jeden Moment wieder aufstehen könnte und ich rannte los.
Kurze Zeit später war erneut Marrys Stimme zu hören.
„Jack! Komm zum großen Tor! Ich bekomme es allein nicht auf!“
„Ich bin auf dem Weg! Doch ... Wo zur Hölle ist hier ein großes Tor?“
Neben mir erblickte ich eine Achterbahn Die Schienen lagen an diesem Teil nur kurz über dem Boden. Ich sah nach oben und dachte mir, dass man von dort aus den gesamten Park würde überblicken können. Sie schien abgeschaltet zu sein. also kletterte ich hinauf und machte mich vorsichtig auf zum höchsten Punkt der Achterbahn. Ich sah mich um, doch nirgends war ein großes Tor zu finden. Nicht einmal etwas, was darauf hindeutete. Überall nur gruselige Attraktionen. Ein Spukhaus, ein grauenerregendes Karussell, ein Riesenrad und überall diese verfluchten Hasen.
„Wo ist dieses Verdammte Tor bloß?“
Ich begann mich zu fragen, ob dieser Wahnsinnige Recht hatte und das wirklich alles nur meine Einbildung war, doch als ich den Abstieg begann, blickte ich zu Boden und wusste, dass dem nicht so war. Die Linien, die ich vorher bemerkt hatte, durchzogen tatsächlich den gesamten Park. Von dort oben betrachtet ergaben sie ein gigantisches Tor. Nun hatte ich es also gefunden. Doch dies half mir nicht wirklich weiter. Denn wenn es tatsächlich das gesuchte Tor war, so war es viel zu groß, um es zu öffnen.
„Wunderbar! Kein Wunder, dass du es nicht allein auf bekommst. Nur, wie soll ich dir dabei helfen? Egal! Wenn du dort auf der anderen Seite bist, werde ich einen Weg finden!“
Ich machte mich an den Abstieg, doch mit einem mal begann das gesamte Gerüst zu erzittern. Hinter mir tauchte ein Licht auf.
„Klasse! Das hat mir gerade noch gefehlt!“
Ich rannte los, doch die Bahn war einiges schneller als ich. Bald blieb mir nichts anderes mehr übrig. Ich sprang zur Seite und fiel in die Tiefe. Jeden Moment würde ich auf dem Boden aufschlagen, doch ... ich fiel durch ihn hindurch.
Unter ihm war es dunkler als an jedem anderen Ort dieser verfluchten Stadt, doch es war kein Boden da. So fiel ich ins Schwarze hinab und wartete auf den Aufprall, welcher jederzeit kommen könnte.

****

So, das ist nun das Drittletzte Kapitel. Schade dasses fast vorbei ist. Nya ...
Alles hat mal ein Ende. Mir schwirrt auch schon ne neue Geschichte im Kopf rum!

~Gruß Schattenläufer

Kapitel 14: Vereint an den Pforten des Nichts

Irgendwann bemerkte ich etwas unter mir, eine Tür inmitten der Finsternis. Doch diese raste nicht wie im Fall auf mich zu, sondern kam langsam näher. Ich fiel also nicht. Ich ... schwebte?
Ich brachte meinen Körper so in Position, dass ich mit den Füßen aufkommen müsste.
Zumindest, wenn die Tür auf dem Boden stehen würde. Es dauerte noch einen Moment, dann schien ich tatsächlich den Boden zu berühren.
Ich schritt auf die Tür zu und versuchte die Wand neben ihr zu berühren, nur da war keine Wand. Ich ging einmal gänzlich um die Tür herum.
„Wo zum Teufel bin ich hier gelandet?“
„Diiiiiiiiiiies, oh Jack, ist nirgendwo, zeitgleich aber auch überall. Es ist nie und immer, nichts und alles! Schreite durch diese Tüüüüüüüüüür. Schreite hindurch und erfreue dich an den Überraschungen, die auf der anderen Seite warten.“
„Fein. Sitzt du irgendwo hinter dieser Tür? Das wären doch mal tolle Neuigkeiten!“
„Vielleicht. Doch schreite nun hindurch und saaaaaaaaaaage mir, ob du diesen Ort kennst.“
Ich öffnete die Tür und stand plötzlich in der Lobby des Lakeview Hotels. Zumindest sah es diesem Raum ähnlich. Er war in riesiges Loch, mit 4 Wänden, einer rostigen Metalltreppe, die eine Etage höher führte und in der Mitte ein kleiner Podest, auf dem die Spieluhr stand, die merkwürdigerweise die vorher gehörte Musik abspielte.
Am Rand des Raumes führte mit knapp einem halben Meter Breite ein rostiger Steg entlang. Man musste sich an die Wand drücken um nicht von diesem zu fallen.
Ich dachte mir, dass ich mich lieber erst dort umsehen wollte, wo ich herkam, bevor ich das “Hotel“ erkundete.
Ich wollte einen Schritt zurück durch die Tür machen, doch ich prallte gegen etwas hartes. Als ich den Kopf so weit wie möglich zur Seite drehte, bemerkte ich, dass hinter mir nur noch eine Wand war.
„Großartig!“
„Oh Jack. Willst du diesen Ort etwa schon wieder verlassen? Duuuuuuuuuuuu bist es doch, der sich einbildest, dass deine geliebte Marry hier ist! Loooooooos! Los, geh sie suchen. Vielleicht findest du sie sogar?“
„Worauf du deinen Arsch verwetten kannst! ... Vorausgesetzt du hast einen.“
Ich fragte mich erneut, ob diese Stimme zu einem Menschen gehörte.
Der Steg führte ohne Unterbrechung an der Wand entlang, schlängelte sich durch die Einbuchtung, in der eigentlich eine Tür zum nächsten Flur sein sollte und dann weiter zur Treppe. Die Tür fehlte. Genau wie alle anderen. Keine Türen, keine Fenster, nichts! Scheinbar war die Treppe die einzige Möglichkeit aus diesem Raum zu verschwinden!
So schob ich mich an der Wand entlang zur Treppe und stieg diese empor. Oben angekommen sah ich mich um. Tatsächlich befanden sich hier zwei Türen.
„Wenn Marry hier ist, ist sie sicher oben. Doch ich sollte mich zuerst umsehen, vielleicht ist der direkte Weg wieder blockiert!“
So ging ich nach links.
Ich schritt durch die Tür und befand mich ... im Brookhaven Hospital? Verwundert sah ich mich um. Morgenlicht schien durch ein kleines Fenster und tauchte den Raum in ein helles Licht. An eine Wand gelehnt saß Benson. Erschrocken sah ich ihn an. Mit seinem Kopf war alles in Ordnung.
„Benson? Du bist doch tot! Ich habe gesehen, wie ...“
„Hab auch nie was anderes behauptet, Partner.“
entgegnete er mir knapp.
„Ich bin in dieses Loch gefallen und hörte dabei Stimmen. Sie sagten mir, dass ich fast keine Schuld trage. Ich frage mich, woher sie wussten, dass dies erst meine zweite Mission war. Trotzdem muss ich etwas getan haben, was meine andere Seite in diese Bestie verwandelte. Egal. Spürst du dieses warme durchdringende Licht? So ist es überall. Ich kann hin, wo auch immer ich hin möchte und überall sieht es so aus!“
„Nein. Hinter dieser Tür, liegt ein grausamer Ort!“
Ich deutete auf die Tür, durch die ich gerade gekommen war.
„Wovon redest du?“
Benson öffnete die Tür und draußen war eine Straße, die von warmen Sonnenlicht überflutet wurde. Ich streckte meine Hand danach aus, doch in dem Moment, als sie auf Höhe der Tür war, verschwand sie.
Scheinbar würde ich durch diese Tür zurück ins Hotel kommen. Also eine Art Portal, genau wie das an der Stadtgrenze, durch das Cater und Archer gegangen sind.
Ich dachte nach. War Benson wirklich unschuldig und dies seine Welt? Als ich mich krampfhaft versuchte an das erste Mal zu erinnern, als wir noch komplett diese andere Welt betraten, erschien sie mir im Vergleich zu der späteren Version fast harmlos. Es war mir vermutlich nur nicht aufgefallen, weil sie zu diesem Zeitpunkt, das schrecklichste war, was ich bis dahin gesehen hatte.
„Wie sieht es mit den anderen aus? Wo sind sie?“
„Harper hat es erwischt. Doch Cater und Archer konnten entkommen denke ich!“
„Und was machst du hier?“
„Ich suche jemanden! Ich werde jetzt auch wieder gehen und sie weiter suchen. Benson ... Leb wohl!“
Er fasste mir noch einmal auf die Schulter.
„Sunderland. Viel Glück bei deiner Suche. Und alles Gute, Mann!“
Ich nickte , verließ den Raum durch das Portal und war wieder auf dem Flur des Hotels. So schnell ich konnte lief ich zur gegenüberliegenden Seite und trat durch die Tür.
Auf der anderen Seite war ein kleiner Raum mit einer Treppe nach oben und einer weiteren Tür.
Als ich durch diese trat, befand ich mich im Polizeirevier.
Es sah schrecklich aus. Blut lief überall aus den Wänden. Schreie lauter als alles bisher gehörte dröhnten auf mich ein und selbst meine Taschenlampe wollte kaum noch etwas erhellen. In einer Ecke saß zusammengekauert eine Gestalt.
„Harper? Bist du das?“
Die Gestalt stand auf und kam auf mich zu. Direkt vor mir erkannte ich, dass es tatsächlich Harper war.
„Sunderland? Gott sei Dank, Sunderland! Hol mich hier raus! Ich halte diese Schreie nicht länger aus! Diese Stimmen, sie sagten mir, dass ich das hier verdient habe, aber ... Gott ich will hier weg! Bitte hilf mir!“
„Es tut mir Leid, aber das kann ich nicht.“
Ich sah ihn traurig an.
„Was heißt du kannst nicht? Du Bastard! Du willst mir gar nicht helfen!“
Er holte aus und schlug nach mir, doch ich wich aus.
Ohne ein weiteres Wort sprang ich durch die Tür und machte mich wieder im Hotel auf die Treppen nach oben.
Dort befanden sich fünf Türen. Auf der Tür in der Mitte stand in goldenen Zahlen: 302.
An der Wand rechts befand sich eine Tür zum Alchemila Hospital. Es war nebelig in diesem und es fiel nur ein wenig Licht durch die Fenster. Ich beschloss nicht weiter darin herum zu laufen und warf auch nur einen kurzen Blick durch die anderen drei. Zuerst fand ich eine Tür zur Schule. In dieser sah es genauso aus, wie im Krankenhaus. Ähnliches fand ich auch hinter der nächsten Tür, nur führte diese zum Vergnügungspark.
Hinter der letzten allerdings, war ein Ort, den ich noch nicht kannte.
Doch dieser wirkte so grausam, dass Harpers Welt dagegen fast harmlos wirkte. Ich vermochte es nicht in Worte zu fassen. Sofort warf ich die Tür wieder zu und betrat Zimmer 302. Es war ein ganz normales Hotelzimmer. Auf dem Bett saß ...
„Marry?“
Sie sah mich überrascht an.
„James? Nein ... Bist du es Jack? Gott sei Dank bist du hier! Ich dachte schon, ich müsste für den Rest meines Lebens hier gefangen bleiben!“
Sie warf sich mir um den Hals.
„Keine Sorge. Ich hol dich hier raus!“
Sie nickte und gemeinsam verließen wir den Raum.
Da es scheinbar keine andere Möglichkeit gab dieses Hotel zu verlassen, öffnete ich wieder die letzte Tür.
Erst jetzt bemerkte ich, dass eine Gestalt in diesem winzig kleinen Raum saß, in dem es nur 2 Türen und keine Fenster gab. Ich leuchtete die Person mit der Taschenlampe an und erblickte ... mich!
Diese Gestalt die ich war, saß in einer Ecke und starrte ins Leere.
„Gott. Ist dies hier ... meine Welt?“
Ich sah mich um zu Marry und bemerkte hinter ihr etwas. Es wurde schwarz. Diese Finsternis schien zu leben, uns fressen zu wollen! Und sie kam bedrohlich näher!
Ich rannte mit Marry durch den kleinen Raum und durch die Tür am gegenüberliegenden Ende.
Nun befanden Marry und ich uns in einem langen Gang, der mit sterilem weißen Licht beleuchtet war. Am anderen Ende war eine große rostige Metalltür. Der Gang war nur schmal und als ich mich umsah, bemerkte ich direkt neben der Tür, aus der ich kam eine weitere Person. Sofort erkannte ich sie.
„Cater?!“

************

So, das Vorletzte Kapitel.
Doch statt zu klären, verwirre ich weiter.
Ist das wirklich Marry? Was macht Cater da und wo steckt dann Archer?
Die meisten Fragen werden im nächsten und letzten Kapitel geklärt. Doch manches bleibt auch der eigenen Phantasie überlassen! Emoticon: beide Augen zukneifen (verschiedene Bedeutungen)

~Gruß Schattenläufer

Bis zum nächsten Zwischenpost. Emoticon: verrücktes Gesicht (oder auch wie X-D)

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