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300

Gepostet am: 6 April, 2007 - 20:52 von ²sh¥
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Administrator

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2006-07-10


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Ich hatte letzten Mittwoch die Gelegenheit mir die Premiere von "300" anzusehen. Da war ich weniger scharf drauf als meine Freunde, die schon seit Ewigkeiten auf die Verfilmung von Frank Miller`s Comic gewartet haben. Zugegebenermaßen war ich von dem Trailer aber auch relativ angetan. Schaut ihn Euch mal an:


Warum gehts also? "300" basiert auf einer Graphic-Novel-Miniserie, die von Frank Miller gezeichnet und von seiner Frau coloriert wurde. Dabei gehts um die Schlacht um die Thermopylen (453 v. Chr., Griechenland), in der der Spartanerkönig Leonidas mit gerade mal 300 seiner Leibgardisten eine extreme Übermacht der Perser zwei lang Tage aufhalten konnte und durch dieses Opfer zum Krieg gegen die Invasoren aufrufen konnte. Es ist also wenig verwunderlich, dass statt viel Politik und historischen Hintergrund eher der spartanische Soldat selbst im Vordergrund steht. Im Comic, als auch im Film, gehts also primär darum, was es bedeutet ein spartanischer Soldat und somit ein echter Mann zu sein. Die Aufteilung der Geschlechterrollen ist klar: Der Mann wird knallhart zur Kampfmaschine trainiert, während die Frau Kinder zur Welt bringt. In Kriegszeiten am besten primär Jungs. Denn die Männer gehen ja im Krieg reihenweise drauf. Angesichts der Zeitepoche sind diese Ansichten weniger überraschend.

Überraschender ist allerdings, wie sehr sich "300" von den ganzen anderen angeblich jungen Historienschinken (wie etwa Troja, brrrrr) unterscheidet. Der surrealistische, vom Comic inspirierte Look hat mich ziemlich beeindruckt, und dass die Konstüme mit viel Fantasie gestaltet wurden und manchmal Gitarrenriffs zu hören sind, verstärkt nur den Eindruck, einen Historienfilm der neuen Generation zu sehen. Allerdings hat dieser - wie eingangs bereits angedeutet - einen ziemlichen Scheuklappenblick. Es geht wirklich primär um Kampf; über die Hintergründe und die Kultur der Spartaner erfährt man nur wenig. Zahllose voyeristische Zeitlupenaufnahmen und Sturzbäche von Blut und abgetrennten Gliedmaßen lassen den Film zu einem Testosteron-geladenen Gewaltporno mutieren - etwas, worauf viele Kritiker sicherlich herumreiten werden. Auch die Monologe aus dem Off handeln primär von der Opferbereitschaft der spartanischen Soldaten.

Ich war bei dem Gedanken, fast nackte, muskelbepackte, schwitzende Männer beim Abschlachten unzähliger Fantasy-Orientaler zuzusehen, nicht besonders begeistert, aber im Nachinein hat mir der Film durchaus gefallen. Hauptsächlich wegen dem tollen Look. Allerdings hätte ich mir deutlich mehr Inhalt und etwas weniger "Männlichkeit" gewünscht.

Übrigens bin ich mal sehr gespannt auf den Veriss der Kritiker ;)

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Nach dem phänomenalen

Gepostet am: 7 April, 2007 - 14:57 von kowa
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Redakteur

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Nach dem phänomenalen Trailer, habe ich mir 300 letztens auch im Kino reingezogen.

Ich wusste zwar schon vorher, dass der Film hauptsächlich aus Schlachtszenen bestehen wird, was mir eigentlich nicht so zusagt, aber die Optik und die Tatsache, das ein Song von NIN im Trailer verwendet wurde, haben mich sehr neugierig gemacht. Und ich muss sagen, der Film hat mich positiv überrascht:

Die Story ist, wie nicht anders zu erwarten, eigentlich zu vernachlässigen, aber die Optik ist wirklich allererste Sahne. Der Film lebt durch seine Bilder. Jeder Frame in 300 könnte ein Gemälde sein. Durch heftiges Grading wurden aus den meisten Bildern sämtliche Grün- und Blautöne entfernt, sodass das Gros der Films aussieht wie alte und längst verblichene Malereien. Den betagten Look unterstützen weitere Details wie teilweise ziemlich heftiger Filmkorn, über- oder unterbelichtete Bereiche sowie Lensflares.

Im krassen Gegensatz zu diesen eher filmabwertenden Dingen stehen die modernen Tricks, die dem Zuschauer präsentiert werden: in einer Oldboy-esken Szene bewegt sich die Kamera auf der Höhe eines Spartaner, die ihn beim Metzeln durch die Perserränge zeigt. Bei jedem getöteten Gegner zoomt die Kamera hektisch ins Geschehen, der Film spielt in Zeitlupe ab, Körperteile fliegen, die Kamera zoomt wieder hektisch heraus und beim nächsten Gegner beginnt der Spaß von vorne. Überhaupt werden Zeitlupe und ähnlich optisch befriedigende Mittel eigentlich die ganze Zeit verwendet um die genial choreografierten Kämpfe aus dem besten Winkel erscheinen zu lassen.

Es gibt in 300 viele Szenen, die allein durch ihre Optik atemberaubend sind, wie die oben beschriebene Oldboy-Szene, oder die Szene, wo die ersten persischen Boote in einem Sturm zerstört werden und die Spartaner zu Stroboskop-ähnlich blitzenden Bildern an einer Klippe stehen und jubeln. Oder die Pfeilhagel, die im wahrsten Sinne des Wortes die Sonne verdunkeln. Oder die Spartaner, die alleine mit ihren Schildern den umherfliegenden Teilen von persischen Granaten standhalten. Alles in Zeitlupe versteht sich.

Also, wer sich für ausgefallene Optik interessiert ist bei 300 an der richtigen Stelle. Alle anderen werden den Film vermutlich nicht besonders toll finden, wie auch schon die ersten Reviews zeigen Emoticon: zwinkern und grinsen gleichzeitig #2

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Stil über Substanz?

Gepostet am: 7 April, 2007 - 15:44 von Mighty
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30

Hmm, hört sich ja nicht so schlimm an, wie ich es mir vorgestellt hab.
Ich habe mir den film wie Pathfinder vorgestellt.

Pathfinder fand ich grottenschlecht, da hier nur Schlachtszenen aneinander gereiht wurden.

Pathfinder nimmt sich wie 300 auch historische Fakten zu Herzen, den die wikinger WAREN wirklich im Amiland.

Aber warum segeln 2 dutzend Nordmänner über den großen Teich, nur um ein paar Tippis niederzubrennen?

Auch Pathfinder hatte zoom und Zeitlupe, Gelangweilt hab ich mich trotzdem.

Ich warte lieber, bis 300 in der videothek ist (oder ich 'besorg' ihn mir woanders).

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Hmmm. Eigentlich mag ich ja

Gepostet am: 12 April, 2007 - 17:29 von kamikatze
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ModeratorRedakteur

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2006-07-12


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Hmmm. Eigentlich mag ich ja Sandalenfilme sehr. Eigentlich mag ich auch historische Filme sehr. Ich bin ja wirklich ein grosser Fan, wenns um die Antike geht.... jedoch anlässlich der Rezensionen von 2shy und Kowa hab ich irgendwie die Lust dran verloren, diesen Film zu sehen.
Ich meine, Gemetzel, toll, und wo ist bitteschön die Geschichte? Die ganze Historik? Die Hintergründe? Die anderen Perspektiven auf das Geschehen? .... Ja, Metzelei ist toll. Allerdings bitte in einem Splatterfilm und nicht in einem Historikschinken. Bei einem Splatterfilm würde es mich auch rein garnich stören, wenn da keine Geschichte drin ist. Aber bitte nicht bei Sandalenmovies. Die gehört da einfach zu, punkt. Und filmisch ausgelebte Maskulinitätskomplexe kriegen bei mir eh sowieso durchweg schlechte Kritiken.

Geschichte, meine Damen und Herren, muss enthalten sein. Besonders bei so einer Art von Film. .......nöh?

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