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Sunshine

Gepostet am: 23 Mai, 2007 - 10:23 von kowa
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Wo ich grad so gelangweilt inner Schule sitze und eben im SH Film Frett Sunshine erwähnt hab, fällt mir auf, dass es noch keinen ... naja Sunshine Frett gibt! Also auf auf!

Habt ihr Sunshine gesehn? Falls nicht: SEHT IHN EUCH AN VERDAMMT! DAS IST EIN BEFEHL!

Zum Film selbst: Sunshine erzählt eine denkbar einfache SciFi "Die Menschheit muss die Welt retten"-Geschichte. Da die Sonne stirbt befindet sich die Erde in einem dauerhaften Winterzustand und ein Team von 8 WACKEREN Astronauten macht sich mit einer enorm großen Sprengladung ("alles spaltbare Material, was die Menschheit zusammenkratzen konnte") auf, um unserem Lieblingshimmelkörper wieder etwas Leben einzuhauchen. Es herrscht immenser Druck auf der Crew der Ikarus II, da sieben Jahre zuvor bereits ein Versuch gestartet wurde, die Sonne zu reaktivieren, aber die Crew Ikarus I aus unbekannten Gründen incl. Raumschiff und Sprengladung einfach verschwunden ist.

So. Klingt ersma nich so interessant. Allerdings entscheidet sich der Film bereits im ersten Drittel dazu, zu einem richtig bösen Thriller zu avancieren. Denn durch ein "leichtes Maleur" an Bord geht der Crew leider der Sauerstoff aus, und die Stimmung der Protagonisten wird echt mies. Da die Mission das wichtigste ist, wird beratschlagt: auf welches Crewmitglied könnte man verzichten? Aber damit nicht genug: auf ihrer Reise empfangen sie ein mysteriöses Notsignal, dass die Crew besser ignoriert hätte. Denn dieser Subplot morpht das anfängliche SciFi-Thriller-Drama in einen waschechten Horrorfilm. Und was für einen:
Freeze-Frame Bilder von schrecklichen, schmerzverzerrten Gesichtern, verstörende Störsounds, flirrende Mehrfachbilder, Flaschenbodenoptik, alles was das Herz begehrt! Ich fühlte mich leicht an Serenity - Flucht in neue Welten erinnert, der mit ähnlichen Effekten arbeitet, allerdings treibt Sunshine diese regelrecht auf die Spitze und raubt den Zuschauern, in positivem Sinne, den letzten Nerv. Das letzte Drittel ist dann (im Gegensatz zu der Meinung vieler Kritiker) bis zum Zerreißen spannend, treibend und so dramatisch, sodass der Zuschauer eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt.

Optisch ist der Film nichts geringeres als beeindruckend. Der in übrigen SciFi Filmen recht langweilig anmutende Weltraum besticht in Sunshine durch unglaublich schöne Bilder. Vor allem Szenen im Observationsraum blenden den Zuschauer regelrecht mit tollen Bildern. Allen vorran als sich die noch gesamte Crew das Vorbeiziehen des Merkur vor der Sonne wie im Kino anschaut, ist eine jetzt schon legendäre Sequenz, die kosmische Schönheit mit menschlicher Fragilität verbindet. Allerdings vermittelt der Film, im Gegensatz zu der Weite des Weltraums, auch unglaublich gut die klaustrophobische Enge eines Raumschiffs. Vor allem als sich im letzten Drittel eine neue Bedrohung an Bord befindet, scheinen sich die Wände regelrecht auszubreiten um die Besatzung der Ikarus II zu verschlingen.

Die letzten Minuten von Sunshine sind unglaublich temporeich und dramatisch, bevor der Film interessanterweise in extrem langen und ruhigen Einstellungen sein Ende findet, damit der Zuschauer auch mal wieder aufatmen kann. Und das hat er auch nötig nach 120 Minuten Dramatik pur.

Also, Freunde! Wenn ihr den Film irgendwo rumliegen habt, oder er bei euch noch im Kino läuft oder ähnliches, dann schaut ihn euch an. KLEINER TIPP VON MIR UND SO!

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Sag mal, ich hab grad

Gepostet am: 23 Mai, 2007 - 13:42 von Schattenläufer
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Sag mal, ich hab grad gelesen, dass der FSK 12 ist, stimmt das?
Ich mein so wie du ihn beschreibst, hört der sich nach was richtig hartem an. oO
Zumindest nix für 12 jährige.
Ist die FSK12 gecuttet?

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Naja, es werden keine

Gepostet am: 23 Mai, 2007 - 14:07 von kowa
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Naja, es werden keine Menschen zerstückelt und es fließt auch kaum Blut. Der Grund warum Sunshine etwas härter ist, ist eher psychischer Natur. Und das zählt bekanntlich bei der FSK-Einstufung keinen Deut.

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Jo, stimmt schon. Filme wie

Gepostet am: 23 Mai, 2007 - 14:29 von Schattenläufer
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Jo, stimmt schon.
Filme wie Bad taste landen auf dem Index, obwohl da kein Stück ernste Handlung bei ist. OK FSK 16 hättich da noch verstanden, aber ne derb geschnittene 18er Fassung is mir nu doch zu krass, während wirklich krasse Sachen tatsächlich noch ab 16 und wies in diesem Fall aussieht sogar ab 12 freigegeben werden.
Irgendwas stimmt da wohl deutlich nit.
Egal, ich schau mir den Film Morgen oder Übermorgen mal an.

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Hat mir wirklich sehr jot

Gepostet am: 24 Mai, 2007 - 10:10 von SenorKaffee
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Hat mir wirklich sehr jot gefallen, auch wenn die Physik im Finale über Bord geht. Emoticon: Lächeln

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Meinst des wo der Hauptchar

Gepostet am: 25 Mai, 2007 - 21:55 von Schattenläufer
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Meinst des wo der Hauptchar in die Schlucht fällt und dann irgendwie an der Wand steht? Emoticon: verrücktes Gesicht (oder auch wie X-D)

Ich hab den Film grad eben auch gesehen und finde ihn genial.
Wunderschöne Bilder, zwischen denen man sich die Handlung mehr vorstellen muss, als dass man sie sieht weil entweder zu dunkel, oder zu hell.
Dass ich mich dann ab der Hälfte des Films mit dem Gedanken anfreunden sollte, dass keiner überlebt (obs wirklich so ist sei mal in den Raum gestellt, ich verrate nix Emoji (Europa): lachen) hat alles ein wenig derb werden lassen.
Vielleicht manches übertrieben oder so, aber alles in allem ein prima Film, der sehr zu empfehlen ist.
Wobei ja allgemein bekannt ist, dass ich kaum einen modernen Film mag, also wills was heißen! Emoticon: Augen zu und Lachen

~Gruß

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Ich habe den Film bereits

Gepostet am: 28 Mai, 2007 - 14:30 von ²sh¥
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Ich habe den Film bereits zum Kinostart gesehen und fand ihn ...
... GROßARTIG!

ich mag die Mischung aus Sci-Fi und Horror ohnehin total gerne, weshalb ich auch Filme wie Sphere, Event Horizon oder Solaris sehr genossen habe. Sunshine fällt prinzipiell in dieselbe Schublade, wobei er trotzdem stark genug von den anderen Filmen differenziert, um nicht als bloßer Klon dazustehen.

Wie kowa bereits ausführlich geschrieben hat, ist der Film sehr dramatisch und vor allem audiovisuell sehr beeidruckend. Danny Bolye hat es wie schon in seinem vorherigen Film 28 Days later geschafft, Stilmittel gekonnt mit Inhalt zu verbinden. Die visuellen Effekte verkommen nie zum Selbstzweck, sondern machen dramaturgisch in vielerlei Hinsicht Sinn. So ändert sich beispielsweise nach einer Zäsur die Art der Kameraführung komplett, was konsequent eine andere Stimmung verursacht. Dabei ist Sunshine jedoch meilenweit entfernt von dem meist sehr cleanen Look teurer Sci-Fi-Filme. Wer mit den Bildern bei Mission to Mars glücklich geworden ist und Abyss für ein unanfechtbares Meisterwerk hält, könnte enorme Schwierigkeiten mit dem absichtlich teils sehr diffusen Look von Sunshine haben. Ich persönlich liebe den Look!

Ebenfalls gut gefallen hat mir der Metatext. Die grundlegende Geschichte ist höchst unoriginell, allerdings ist sie angereichert mit Metaphern und Überlegungen zum grundsätzlichen Kampf zwischen Religion und Wissenschaft. Bereits der Name des Raumschiffes lässt bemerken, dass oft auch Bezüge zur griechischen Mythologie gewoben werden. Methaphorik wird in Sunshine generell relativ groß geschrieben. Zuschauer mit einer entsprechenden Auffassungsgabe werden viel zu entdecken haben.

Ich kann von meiner Seite aus Sunshine nur empfehlen, auch an Personen, die üblicherweise kein Sci-Fi sehen. Der Film ist trotz des großen Budgets weit weg vom üblichen Hollywood-Einerlei und wird gerade deswegen die Zuschauerschaft stark spalten. Das war bei 28 Days later oder Trainspotting auch schon so. Das birgt allerdings auch die Gefahr, dass etwas passiert, was bei vielen artistischen Filmen der Fall ist und man am Ende vieler Rezensionen liest: Man liebt oder man hasst ihn.

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