Wer kennt sie nicht? Die alten Mythen und Legenden aus dem amerikanischen Süden, die von Piraten, verlorenen Schätzen und sogar Voodoo handeln. Du kannst dich mit solch einem Szenario anfreuden? Oder gruselst du dich sogar vor sowas? Dann ist der Nachfolger der Survival-Horror Referenz „Alone in the Dark“ genau das richtige für dich.

Der Privatdetektiv Edward Carnby (Protagonist des ersten Teils) beschliesst nach seinem verschwundenen Freund Ted Striker, der auch Privatdetektiv ist und gerade einen Entführungsfall untersucht, zu suchen. Als Edward Ted’s Unterlagen nach einem möglichen Standort seines Freundes durchsucht, findet er heraus, das die achtjährige Grace Saunders von dem Piraten One Eyed Jack und seiner Seeräuber Bande entführt wurde. One Eyed Jack und seine Crew gingen 1724 einen Pakt mit der Voodoopriesterin Jarret ein. Um ewige Jugend zu erhalten, muss alle Hundert Jahre an Weihnachten ein Kind geopfert werden. Und in diesem Jahr (1924) ist wohl die kleine Grace Saunders dran. Edward macht sich natürlich sofort auf den Weg um One Eyed Jack einen Besuch in seiner Villa namens „Hell’s Kitchen“ abzustatten, die irgendwo zwischen L.A. und San Francisco liegt…

Auf den ersten Blick ist im Nachfolger zur Genre-Referenz im technischen Bereich alles gleich geblieben. Die Grafik, Steuerung und die Engine haben sich scheinbar nicht verändert. Doch wie so oft liegt auch hier die Veränderung im Detail. Sound und Musik erscheinen Atmosphärisch dichter, die Charaktere sind detailreicher und weitaus besser animiert als im Vorgänger. Edward ist nun auch über ein Joypad steuerbar und die Hintergründe sind höher aufgelöst. Aber das Spielprinzip von „Alone in the Dark“ wurde nicht nur von der Technischen Seite her verbessert. Da die meisten Tester des ersten „Alone in the Dark“ die Rätsel als Kinderkram empfunden, bekam der zweite Teil schwerere Rätsel spendiert. Jetzt vernahm man der Presse vereinzeltes Wehklagen und die Tester meinten: „Infogrames ist mit solchen Rätseln deutlich über ihr Ziel hinausgeschossen“ oder „Solche Rätsel sind einfach unfair“. Tatsächlich war aber keines von beidem der Fall. Die Rätsel in „Alone in the Dark 2“ sind zwar schwerer, wirken aber keinewegs konstruiert oder unlogisch.

Die düstere Stimmung des ersten Teils kann „Alone in the dark 2“ mühelos aufgreifen. Das diesmal statt Lovecraft-Mythen Voodoolegenden aus dem amerikanischen Süden die Atmosphäre beschliessen stört überhaupt nicht. Der Spieler fühlt sich gleich wie zuhause. Das mag aber auch wahrscheinlich an einem Wiedersehen mit Edward Carnby sowie an der Ähnlichkeit der Schauplätze liegen. Indes wurde die Protagonisten Wahlmöglichkeit des ersten Teils entfernt. Der Spieler kommt aber um einen Wechsel der Blickrichtung nicht herum, da man im weiteren Spielverlauf die kleine Grace steuern muss.

Alone in the Dark 2
Sequel, das weit über eine konsequente Weiterführung seines Vorgängers hinausgeht und zudem noch ein einzigartiges Szenario bietet.
audiovisuelle Präsentation9
Realisierung der Spielmechanik8.5
inhaltliche Gestaltung und dramaturgische Aufbereitung9
8.8Gesamtwertung
Leserwertung: (0 Votes)
0.0