Nach rund einem Jahr Wartezeit dürfen nun auch Playstation 2 Besitzer in den Genuss des erstklassigen “Resident Evil: Code Veronica“ kommen. Warum das Programm jedoch ein “X“ im Namen trägt, erkläre ich euch weiter unten.

Aber erstmal eines Vorweg: Die Geschichte von “Code Veronica X“ ist im Vergleich zum Original gleich geblieben. In Geschichte und Umfang hat sich eigentlich nichts geändert. Die einzigen Neuerungen die das ominöse “X“ im Namen rechtfertigen, sind einige kurze, aber dennoch erstklassig gerenderte Zwischensequenzen, und eine modernere Frisur eines Charakters.

Was ich jedoch als Xtreme Unverschämtheit erachte ist die relativ mäßige Konvertierung des Dreamcast Originals auf die PS2. Die Grafikauflösung ist auf Sony’s Konsole zwar technisch bedingt nicht so hoch wie auf der Dreamcast, was eigentlich auch zu verschmerzen ist, aber man hätte doch wenigstens die (zwar schon sehr guten) Texturen innerhalb eines Jahres verbessern können oder die Animationen noch einmal überarbeiten können. Aber nein, warum auch? Bauen wir doch lieber einen erzwungenen 50hz Modus in das Spiel ein der das Bild ein wenig mehr Flackern lässt, das Spiel ein wenig mehr ruckeln lässt und störende schwarze Balken am oberen und unteren Rand verursacht.

Also, die Neuerungen reichen meines Erachtens nach leider nicht für eine Neuinvestition wenn man das Spiel schon auf der Dreamcast durchgespielt hat. Über die Mängel die die Konvertierung mit sich bringt, lässt sich zwar streiten, aber genauso gut hinwegsehen. “Resident Evil: Code Veronica X“ ist auch auf der Playstation 2 ein wahres Horrorvergnügen und daher ändert dies an der Wertung, die die Erstversion bekommen hat, nichts.

Resident Evil: Code Veronica X
Technisch geringfügig enttäuschender Port auf die PS2 mit minimalen inhaltlichen Anpassungen. Trotzdem immer noch ein hervorragendes Spiel.
audiovisuelle Präsentation8.5
Realisierung der Spielmechanik9
inhaltliche Gestaltung und dramaturgische Aufbereitung9
8.8Gesamtwertung
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