Wer kennt sie nicht? Geschichten aus dem amerikanischen Westen. Geschichten über verlassene Geisterstädte, alte Goldminen oder berüchtigte Revolverhelden. Infogrames greift mit dem dritten Teil der erfolgreichen „Alone in the Dark“ Serie dieses Thema auf, und schickt dich in der Rolle des, aus den ersten beiden Teilen bekannten, Privatdetektivs Edward Carnby in den wilden (und Horror mäßigen) Westen.

Nun, die größte Frage ist wohl: Wie zur Hölle kommt Edward in den wilden Westen? Spielten die Ereignisse der ersten beiden Teile nicht knapp 50 Jahre danach? Natürlich taten sie das! Aber die Leute von Infogrames sind ja nicht dumm, und genau deshalb ließ sich wieder einmal eine wunderschön Horror mäßige Geschichte um den dritten Teil, der wohl bekanntesten Horrorserie die jemals für den PC erschien, stricken.

Emily Hartwood, Protagonistin des ersten Teils, arbeitet jetzt für eine Hollywood Produktionsfirma namens „Hill Century“. Während den Dreharbeiten zu einem Western verschwindet Emily und das gesamte Filmteam spurlos. Nur Emily’s treues Pferd findet den Weg zurück nach Hollywood. Im Sattelstaub steht geschrieben: „Holt Carnby“.
Edward lässt sich natürlich nicht lange bitten und macht sich auf die Suche nach ihr, um sie und natürlich das gesamte Filmteam zu retten. Er findet heraus das die verlassene Geisterstadt „Slaughter Gulch“ die als Drehort diente, auf einem alten Indianerfriedhof errichtet wurde und über Generationen hinweg (wie sollte es auch anders sein?) verflucht fristen nun die ehemaligen Bewohner der Stadt ein Leben als Untote.

Soviel zur Storyline des dritten „Alone in the Dark“ Teils. Mal gucken ob das Spiel auch von der Technischen Seite begeistern kann.
Frederic Raynal, der Programmierer der Alone in the Dark Engine, verließ Infogrames 1993 um beruflich neue Wege zu gehen. Ein relativ schwerwiegender Verlust. Deshalb benutzt „Alone in the Dark 3“ auch die selbe Engine wie vor 2 Jahren, was bei den meisten Fans nicht so gut ankam. Trotzdem kann das Spiel mit einigen Neuerungen aufwarten: 270 extrem detaillierte und von Hand gezeichnete Hintergründe, schaurig klingende Country-songs die die Atmosphäre gekonnt unterstreichen und es kommen letztendlich über 60 Charaktere im Spielverlauf vor die viel besser und vor allem viel realistischer als in den Vorgängern animiert wurden. Mit einer zeitgemässeren Engine hätte auch dieser Teil der „Alone in the Dark“ Serie eine kleine Sensation werden können, da sonst alles beim alten geblieben ist. Die überzeugend guten Soundeffekte aus den Vorgängern wurden übernommen und die Steuerung ist so perfekt wie eh und je.

Alone in the Dark 3
Trotz sehr coolem Szenario und vielen schönen Einfällen eine Spur schwächer als seine beiden Vorgänger.
audiovisuelle Präsentation8
Realisierung der Spielmechanik9
inhaltliche Gestaltung und dramaturgische Aufbereitung8
8.3Gesamtwertung
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